Alois Karl Bundestagsabgeordneter für Amberg-Sulzbach-Neumarkt


Staatsministerin Grütters besucht Regens Wagner Michelfeld

Von links: Landrat Richard Reisinger, Geistliche Direktor Rainer Remmele, MdB Alois Karl, Staatsministerin Monika Grütters, Peter Miltenberger, Joachim Neuß und Dr. Otto Hieber. Foto: Christian Biersack

Mit 30 bis 50 Millionen Euro wird jährlich der Topf gefüllt, aus dem der Bund Baudenkmäler von nationalem Rang fördert. Dass daraus für Regens Wagner und die Modernisierung des ehemaligen Klosters in Michelfeld bei Auerbach nahezu zwölf Millionen Euro fließen, sei ein absoluter Sonderfall, sagte Monika Grütters, die Beauftragte der Bundesrepublik für Kultur und Medien.

Die Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin war der Einladung von MdB Alois Karl gefolgt, um sich anzusehen, was mit den Fördergeldern geschieht und geschehen soll. Der Wahlkreisabgeordnete hatte sich auch schon bei den Vorgängern Grütters über Jahre hinweg vehement für das Projekt eingesetzt.

Nach dem Besuch in dem 900 Jahre alten Gebäude in der nördlichsten Ecke seines Wahlkreises ging es schnurstracks weiter in die südliche Ecke, zur Benediktiner-Abtei Plankstetten bei Berching, ebenfalls ein Baudenkmal nationaler Bedeutung.

An der historischen Pforte in Michelfeld wurde die Ministerin unter anderem von Auerbachs Bürgermeister Joachim Neuß, Landrat Richard Reisinger sowie dem Geistlichen Direktor von Regens-Wagner, Rainer Remmele, Peter Miltenberger, dem Leiter der Einrichtung in Michelfeld und Beirats-Vorsitzendem Dr. Otto Hieber begrüßt.

In einem Kurzvortrag wurde sie mit der Geschichte des Klosters und der sozialen Einrichtung vertraut gemacht. Eine informative Broschüre zeigte das Kloster, wie es einmal war, den heutigen Zustand und wie sich die Stiftung die künftige Nutzung vorstellt.

Als geschütztes und schützenswertes Kulturgut gelten die gesamte Klosteranlage, die reiche Putzgliederung, der noch fragmentarisch erhaltene Kreuzgang und auch die wertvollen Stuckdecken.

Künftig soll das Klostergebäude von der Stiftung, aber auch der Allgemeinheit genutzt werden können. Es sind Wohnmöglichkeiten für 27 behinderte Menschen vorgesehen, ein Pflegeheim mit 26 Plätzen und eine Tagesstätte für behinderte Menschen, die das Erwerbsleben hinter sich haben.

Weiter werden in das weitläufige Gebäude eine Förderstätte und eine Begegnungsstätte integriert, Verwaltungs- und Besprechungsräume, ein Konferenzbereich und Festsaal und eine Verteilerküche.

Das Gesamtprojekt ist verteilt auf vier Bauabschnitte für einen Zeitrahmen von etwa zehn Jahren, die etwas mehr als 38 Millionen Euro kosten werden. Durch die Unterstützung des Bundes könne nun die Finanzierungslücke von rund zwölf Millionen Euro geschlossen werden. Anders wäre eine Realisierung überhaupt nicht möglich gewesen, betonte Rainer Remmele.