Alois Karl Bundestagsabgeordneter für Amberg-Sulzbach-Neumarkt


MdB Karl verschafft Fotografen Gespräch mit Minister Seehofer

Die Berufsfotografen können aufatmen. Die Idee, in den Passämtern Foto-Automaten aufzustellen, um das sogenannte Morphing zu verhindern ist so gut wie vom Tisch. Das erklärte Bundesinnenminister Horst Seehofer am Rande des Neujahrsempfangs der Velburger CSU.

Wie er es Bundestagsabgeordnetem Alois Karl versprochen hatte, nahm sich Horst Seehofer ausreichend Zeit, um mit einer Abordnung des Berufsstands aus dem Wahlkreis Alois Karls zu sprechen. Jochen Wittmann, Steffen Hailer und Antje Wiech aus Altdorf nutzten die Gelegenheit, ihre Sorgen zu schildern.

Wir wissen um die Sicherheitsanforderungen und die Gefahren der digitalen Entwicklung auf diesem sensiblen Gebiet“, erklärte Wittmann. „Aber wir haben die Logistik, um mit den Passämtern so zusammen zu arbeiten, dass Dritte keinen Zugriff auf die Passfotos haben. Und wir sind besser als jeder Automat“.

Zudem warfen die Fotografen in die Waagschale, dass rund 30 Prozent ihrer Arbeit auf dem Gebiet der Passfotografie behinderte, alte und sonstwie in ihrer Beweglichkeit eingeschränkte Menschen betreffe. Das könne kein Automat leisten.

Wie bereits berichtet, hatten die Fotografen und Inhaber von Fotogeschäften befürchtet, das ihnen mit dem Verlust der Passfotografie ein wichtiger Teil des Geschäfts wegbrechen würde. Das hätte Entlassungen zur Folge. Der Verlust des Meisterzwangs in ihrer Branche habe fatale Folgen.

Seehofer versicherte, dass der Referentenentwurf keine Chance auf Umsetzung habe. Der Mittelstand sei die wirtschaftliche Basis des Landes. „Wir wären ja von allen guten Geisten verlassen, wenn wir daran rütteln würden.“

Er stimmte dem von Alois Karl und den Fotografen gemachten Vorschlag zu, über eine unbürokratische Zertifizierung von qualifizierten Betrieben, der Morphing-Gefahr zu begegnen. „Wir sind dazu bereit, dafür zu investieren“, erklärte Jochen Wittmann auch im Namen seiner Kollegen.