Alois Karl Bundestagsabgeordneter für Amberg-Sulzbach-Neumarkt


MdB Karl: Städtebauförderung auch für Amberg-Sulzbach segensreich

„Ich werde bis zum Ende der Legislaturperiode bezahlt, und bis dahin werde ich arbeiten“, betonte Bundestagsabgeordneter Alois Karl bei seiner kleinen Rundreise durch  den Wahlkreis. Das seien keine Abschiedsbesuche, sondern eine Jubiläums-Tour zu 50 Jahren Städtebauförderung.

Wenn Alois Karl auf seine 16 Jahre im Deutschen Bundestag zurück blickt, dann erfüllt ihn als Parlamentarier mit kommunalpolitischem Hintergrund auch mit Stolz, dass es ihm gelungen ist, viele Millionen Euro an Städtebauförderung in seinen Wahlkreis zu lenken. Das war auch deshalb möglich, weil die Städte und Gemeinden in den Landkreisen Amberg-Sulzbach und Neumarkt und die Stadt Amberg in der Lage waren, Projekte anzugehen, die dann von den Förderprogramm profitierten,

Seit einem halben Jahrhundert existiert dieses Programm, das mit bescheidenen 50 Millionen Euro (umgerechnet) begann und heuer 1,2 Milliarden Euro Volumen hat. Für Alois Karl ist die Städtebauförderung, die die Sozialdemokraten 2005 sogar abschaffen wollen, ein unverzichtbares Mittel, die Konjunktur zu befeuern. Die rund 230 Millionen Euro, die seither in seinen Wahlkreis flossen, sieht er nicht nur als Vermächtnis, sondern auch als Verpflichtung für seine Nachfolgerin Susanne Hierl, diesen Weg weiter zu gehen..

10 Städte und Gemeinde aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach haben sich bei diesen Programmen eingeklinkt und im Laufe der letzten 50 Jahre 58 Millionen Euro bekommen, die rund 464 Millionen Euro an Investitionen anstießen.

Bei einer Rundreise, die ihn nach Vilseck, Ebermannsdorf, Schnaittenbach, Hirschau und Auerbach führte, ließ sich der Abgeordnete zeigten, was mit dem Geld geschaffen wurde und wird, das Bund und Länder seit 1971 zur Verfügung gestellt hatten.

Nachdem die Amerikaner den Rückzug vom Rückzug angekündigt hatten, ist Vilsecks Bürgermeister Hans-Martin Schertl ein zentnerschwerer Stein vom Herzen gefallen. Nun könnten er und sein Stadtrat damit fortfahren, das Städtchen noch reizvoller zu gestalten. Dabei war in der Vergangenheit die Städtebauförderung durch Bund und Land unverzichtbar, wie Schertl beim Besuch von Bundestagsabgeordnetem Alois Karl versicherte. Und er hofft, auch in Zukunft aus den Programmen Unterstützung für die Vorhaben der Stadt zu bekommen. Da sei noch einiges in der Schublade.

Für die Restaurierung der Burg Dagestein waren Aufwendungen von rund 4,4 Millionen Euro notwendig. Der Anfang wurde mit dem Burgfried gemacht. Der ehemalige Zehentkasten, der früher dazu diente, die den Bauern abgepressten Abgaben zum Wohle der geistlichen Herren auf der Burg zu lagern ist heute ein Ort für die Bürger, für private Feiern und Veranstaltungen der Gemeinde.

2020 wurde die Renaturierung der Vilsauen abgeschlossen. Die Kosten von etwa 320 000 Euro sind zwar vergleichsweise überschaubar, aber der ökologische Wert ist beachtlich.

Noch Zukunftsmusik ist die Sanierung des Gebäudes Marktplatz 24 ab dem Jahr 2022 und ebenfalls ab diesem Zeitpunkt ist die Sanierung des Winkelmeier-Stadls auf der Burg Dagestein vorgesehen. Kostenschätzungen liegen dafür noch nicht vor.

Alois Karl erinnerte sich noch gut an seinen letzten Besuch der Kirche St. Johannes Baptist in Ebermannsdorf. Damals, 2018, war der Innenraum des Gotteshauses eine große Baustelle mit viel Schutt und Staub, Gerüsten und Utensilien der Handwerker.

Bereits 2015 hatte Alois Karl dieses Projekte als eines von deutschlandweit 124 Kulturdenkmälern von nationaler Bedeutung durchsetzen können. Jetzt ist die Sanierung abgeschlossen und Bürgermeister Erich Meidinger zeigte dem Abgeordneten zusammen mit seinem Vorgänger Josef Gilch und Heimatpflegerin Christine Schormüller das gelungene Werk. Zu den Gesamtkosten von 1,3 Millionen Euro bewilligte der Haushaltsausschuss des Bundestages, dessen Mitglied Alois Karl ist, 260000 Euro. Damit konnte die Kirchengemeinde Theuern-Ebermannsdorf-Pittersberg im Zusammenwirken mit dem Landesamt für Denkmalpflege, der Diözese Regensburg, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, der bayerischen Landesstiftung und der Gemeinde Ebermannsdorf die Arbeiten finanzieren.

Mit dem Bau von St. Johannes wurde am 6. Mai 1721 begonnen. Die Kirche ist ein frühes und archivalisch belegtes Projekt von Ignaz Anton Gunezrhainer. Baumeister und Künstler der Münchener Hofkunst machten sich hier ans Werk. So entstand ein seltenes Beispiel für Sakralarchitektur im Stil des französischen Barockklassizismus. Die Altarbilder malte Adam Müller, die Glocke stammt aus dem Jahr 1313 und die Orgel aus der Mitte des 19. Jahrhunderts.

Insgesamt 1,9 Millionen Euro sind bislang an Städtebauförderungen in die Stadt Schnaittenbach geflossen. Das Augenmerk lag, so Bürgermeister Marcus Eichenmüller beim Besuch von Bundestagsabgeordnetem Alois Karl auf dem Ortskern, wo es um Sanierungen ging, aber auch um nachhaltige Erneuerung.

Der Wahlkreisabgeordnete nutzte die Gelegenheit auch zu einem Besuch des Kindergartens St. Maria. Der bekommt aus dem mit 100 Millionen Euro gefüllten Programm „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“ für den Zeitraum vom 1. September 2021 bis zum 31. Dezember 2022 eine Bundesförderung von 33 336 Euro. Wie Pfarrer Josef Irlbacher und die Leiterin des Kindergartens, Stefanie Freiwald erläuterten, bietet St. Maria Platz für 50 Kinder von zwei bis sechs Jahren. Je nach Auslastung der Ganztagesgruppen können zusätzlich Kinder am Nachmittag betreut werden.

Der Kindergarten gehört zu den bundesweit 1000 Sprach-Kitas, die von einem überdurchschnittlich hohen Anteil von Kindern mit sprachlichem Förderbedarf besucht werden Für jede der Sprach-Kitas stellt das Programm eine zusätzliche Fachkraft zur Verfügung. „weil die Sprache der Schlüssel zur Welt ist“, wie es in der Beschreibung des Bundesprogramms heißt.

8,3 Millionen Euro insgesamt an Städtebaufördermitteln von Bund und Land flossen in die Stadt Hirschau und haben ein geschätztes Investitionsvolumen von rund 66 Millionen Euro ausgelöst. Ein guter Teil davon wurde für die Sanierung, Entwicklung und Umbau des Stadtkerns aufgewendet. Bürgermeister Hermann Falk führte den Abgeordneten über den Marktplatz mit dem Rathaus im Zentrum und dann zu der Skulptur der goldenen Hirschen, die sehr direkt Bezug nimmt auf den Namen der Stadt. Gestiftet wurde das Kunstwerk von Klaus Conrad, dem Chef des gleichnamigen Elektronik-Konzerns.

Zwar war der eigentliche Anlass für Alois Karl, die nördlichste Stadt seines Wahlkreises, Auerbach, zu besuchen, die Verabschiedung des örtlichen Polizeichefs. Aber er nutzte die Gelegenheit, um daran zu erinnern, dass die viele Millionen Euro teure Sanierung und Umnutzung des ehemaligen Klosters Michelfeld durch Regens Wagner nur mit Hilfe der Städtebauförderung möglich war.

Lebens- und liebenswerte Orte in den Städten und Gemeinden zu bewahren und zu schaffen – das war und ist das Ziel der Städtebauförderung. Wer heute Bilder aus unserer Heimat aus dem Jahr 1971 mit heute vergleicht wird enorme Verbesserungen feststellen. Viele die Orte prägende historische Gebäude konnten erhalten und saniert werden. Dabei war und ist es wichtig, künftige Nutzung mit Denkmalschutz verbinden.

Die Städtebauförderung hat auch Arbeit und Wohlstand geschaffen, denn mehr als 90 Prozent der Arbeiten werden örtlichen oder regionalen Firmen ausgeführt. Das ist beste Mittelstandsförderung.

2020 wurde die Städtebauförderung in Abstimmung zwischen Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden umfassend weiterentwickelt. Die Förderung konzentriert sich seitdem auf drei Programme: Lebendige Zentren, Wachstum und nachhaltige Erneuerung und sozialer Zusammenhalt. Als ergänzendes Programm wurde der Investitionspakt Sportstätten aufgelegt (2020 bis -2021 von insgesamt 255 Millionen Euro).. Ein Euro für Städtebauförderung löst zusätzliche Mittel für Sanierung von acht Euro und zusätzliche Steuern und Abgaben von 1.30 Euro aus.