Alois Karl Bundestagsabgeordneter für Amberg-Sulzbach-Neumarkt


MdB Karl: Sanierung des Freibads Rieden wird mit Bundesmitteln gefördert

Es lohnt ein Blick in die Geschichtsbücher: vor einem halben Jahrhundert, am Vorabend der ersten Ölpreiskrise brummte die Wirtschaft hierzulande, die Zuschusslage war prächtig. Also ermunterte der damalige Landrat des Landkreises Amberg, Hans Raß, seine Bürgermeister und Gemeinderäte Freibäder zu bauen.

Deren Nachfolger haben heute überdurchschnittlich viele der bei der Bevölkerung nach wie vor äußerst beliebten, aber defizitären und meist arg sanierungsbedürftigen so genannten Einrichtungen der Daseinsvorsorge an der Backe. Auch Rieden hatte 1970/71 den Schritt gewagt und sich für eine halbe Million Deutsche Mark ein Freibad geleistet.

Der Bundesregierung, so Wahlkreisabgeordneter Alois Karl, blieben diese Probleme der Kommunen nicht verborgen. Obwohl eigentlich nicht dafür zuständig, legte der Bund ein Sonderprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ auf. Unterfüttert von etlichen Aufstockungen wurden bis 2021 vom Haushaltsausschuss des Bundestages Fördermittel von 1,545 Milliarden Euro eingeplant.

Das Programm war schnell und mehrfach überzeichnet. Allein neun Kommunen aus dem Wahlkreis von Alois Karl hatten sich mit zehn Projekten beworben. Mit 1,3 Millionen Euro erhielt Rieden die höchste Einzelförderung. Wie berichtet bekamen auch Parsberg und Freudenberg für die Freibadsanierung einen Zuschuss, ebenso der SV Seubersdorf für die Umgestaltung der Umkleiden.

Bei einer Art Abschiedsbesuch in Rieden, zusammen mit Susanne Hierl, die im Herbst seine Nachfolge im Bundestag antreten will, ließ sich Alois Karl von Bürgermeister Erwin Geitner einen Sachstandsbericht geben. Die Corona-Pandemie hatte als positiven Nebeneffekt, dass sozusagen der Turbo eingeschaltet werden konnte. Die Badesaison 2021 wurde abgeblasen und stattdessen in den Bauarbeiter freundlichen Monaten weiter gewerkelt. Das Freibad, so Geitner werde von der Bevölkerung sehr geschätzt und es sei auch ein Pfund für den benachbarten gut frequentierten Campingplatz.

Allerdings wird auch Rieden nicht von der allgemeinen Teuerung auf dem Bau verschont. Aus den ursprünglich angesetzten Brutto-Baukosten in Höhe von 3,4 Millionen Euro sind nach aktueller Schätzung etwa 4,5 Millionen Euro geworden. Die 1,3 Millionen Euro, die Alois Karl für Rieden heraus holen konnte, sind damit deutlich unter den Fördersatz von 35 Prozent gerutscht. Alois Karl versprach dem Riedener Bürgermeister, sich in den verbleibenden Wochen seiner Amtszeit nach Kräften für eine Aufstockung einzusetzen.