Alois Karl Bundestagsabgeordneter für Amberg-Sulzbach-Neumarkt


MdB Karl informiert sich über Stand des Neubaus der Brücke der A3 bei Krondorf

Nach 50 Jahren, in denen der Verkehr immer mehr zunahm, ist die Brücke der A3 bei Krondorf, die das Tal des Dürner Baches in luftiger Höhe überspannt, den zukünftigen Belastungen nicht mehr gewachsen. Ein Ersatzneubau muss her.

Bundestagsabgeordneter Alois Karl bat den Direktor der Niederlassung Nordbayern der Autobahn GmbH, Reinhard Pirner, um eine Zusammenfassung der Planungen vor Ort. Interessierte Zuhörer waren Landrat Willibald Gailler und Velburgs Bürgermeister Christian Schmid. Der hatte in zahlreichen Gesprächen und unterstützt vom Bundestagsabgeordneten die Anliegen der Bürger vorgebracht, die von den Baumaßnahmen direkt betroffen sein werden. Bei Reinhard Pirner bedankte er sich ausdrücklich. „Sie haben nicht nach Möglichkeiten gesucht unsere Wünsche abzuschmettern zu können, sondern nach Lösungen, sie umzusetzen“.

Die Brücke hat auf Grund des schlechten Zustands nicht mehr ausreichend Tragreserven. Auf die jetzige hohe Belastung war die Brücke seinerzeit nicht ausgelegt. Eine Sanierung ist nicht möglich.

Der Neubau werde daher für heutige und zukünftige Anforderungen bemessen. „Es werden ausschließlich robuste und erprobte Bauweisen zum Einsatz kommen“, versprach Pirner.

Der Ersatzneubau mit einer Spannweite von 475 Metern und einer maximalen Höhe über Gelände von 40,3 Metern umfasst auch die Sanierung der Bauwerksentwässerung mit Erneuerung eines Absetz- und Regenrückhaltebeckens am südlichen Widerlager der Brücke.

Baubeginn ist im dritten Quartal dieses Jahres, bis 2025 soll der Neubau fertig sein. Die Kosten werden bislang auf 60 Millionen Euro beziffert, die der Bund tragen wird,

Es sind zwei Bauphasen geplant. In der ersten wird das Bauwerk der Richtungsfahrbahn Nürnberg hergestellt. Der Verkehr wird währenddessen im so genannten 3+0 Wechselverkehr über die bestehende Brücke geführt. Je nach Verkehrslage wird die mittlere der drei Fahrspuren in Richtung Nürnberg oder in Richtung Regensburg frei gegeben. Zwei Fahrspuren gleichzeitig in beide Richtungen aufrecht zu erhalten, so Pirner, verbiete sich.

In der zweiten Phase wird die Richtungsfahrbahn Regensburg gebaut. Der Verkehr erfolgt auf zwei Fahrstreifen je Fahrtrichtung auf dem bereits fertiggestellten Teil der Brücke.

Für die Anwohner ergeben sich in Zukunft einige Vorteile. Die Übergangskonstruktionen zu beiden Seiten der Brücke werden rautenförmig und somit lärmmindernd ausgeführt. Das Geländer der Brücke erhält Plexiglasscheiben und voraussichtlich wird der bestehende Lärmschutzwall an der Raststätte Jura-West verlängert.

Alois Karl machte einen kleinen Abstecher in die jüngere Geschichte und erinnerte daran, dass ursprünglich nur eine neue Autobahn von Nürnberg über Amberg nach Regensburg geplant war. Doch dann entschied man sich beide Trassen, also auch die über Neumarkt zu verfolgen und die Autobahntrasse bei Amberg nach Osten in Richtung Tschechien umzulenken.