Alois Karl Bundestagsabgeordneter für Amberg-Sulzbach-Neumarkt


MdB Karl beeindruckt über Baufortschritt der Regens Wagner Stiftung Michelfeld

Es ist faszinierend, dabei zusehen zu können, wie so ein großartiges Projekt reift“, schwärmte Bundestagsabgeordneter Alois Karl unter dem beeindruckenden offen gelegten Dachstuhl des ehemaligen Klosters Michelfeld. Das 900 Jahre alte Gemäuer wird von und für Regens Wagner aufwändig saniert.

Start der Sanierung war im Jubiläumsjahr 2019, mit der Fertigstellung wird im Jahre 2028 gerechnet. Dann werden rund 43,5 Millionen Euro in den Erhalt eines „historischen Denkmals von nationaler Bedeutung, wie es Alois Karl formulierte, geflossen sein. Für ihn ist das eine Verpflichtung an die kommenden Generationen und seinem Einsatz in zahlreichen Gesprächen in Berlin und indem er etwa Staatsministerin Prof. Monika Grütters vor Ort von der Notwendigkeit überzeugte, ist es zu verdanken, dass sich der Bund mit rund zwölf Millionen Euro aus der Städtebauförderung an der Mammutaufgabe beteiligt.

Peter Miltenberger, der Gesamtleiter von Regens Wagner Michelfeld und sein Stellvertreter Bernhard Kallmeier begrüßten die Gäste, die sich einen Überblick über den Ist-Zustand, den Baufortschritt und die weiteren Planungen geben lassen wollten. Unter ihnen Angehörigen-Vertreter Dr. Otto Hieber,  Landtagsabgeordneter Harald Schwartz, Auerbachs Bürgermeister Joachim Neuss und Neumarkts stellvertretende Landrätin Susanne Hierl, die sich um die Nachfolge von Alois Karl im Deutschen Bundestag bewirbt.

In dem weitläufigen ehemaligen Klostergelände, dessen Bausubstanz Schritt für Schritt begutachtet werden muss, werden 27 Menschen mit Behinderung wohnen. Für 26 Personen werden Pflegeheimplätze angeboten. Es wird eine Tagesstätte für Menschen mit Behinderung nach dem Erwerbsleben angeboten, eine Förderstätte sowie die notwendigen Verwaltungs- und Besprechungsräume. Ein Konferenzbereich ist ebenso geplant wie ein Festsaal, eine Begegnungsstätte und eine Verteilerküche.

Der erste Bauabschnitt, der nächstes Jahr abgeschlossen sein soll, wird Kosten von rund 4,5 Millionen Euro verursachen. Rund 14 Millionen Euro verschlingt voraussichtlich Bauabschnitt II mit Abschluss 2025, 15 Millionen Euro Bauabschnitt III, der 2027 fertig sein sollen und über fünf Millionen Euro Bauabschnitt IV. 2028 wird Einweihung gefeiert. Das werde ein großartiges Ereignis für die ganze Stadt, versprach Auerbachs Bürgermeister Joachim Neuss und Alois Karl scherzte: „Ich hoffe doch, dazu eingeladen zu werden“. Keine Frage, sagte Peter Miltenberger lächelnd.

Bischof Otto von Bamberg ist der Gründer des Benediktinerkloster in dem kleinen Ort an der Pegnitz. Es gibt auch eine Beziehung zu Neumarkt. Pfalzgraf Johann bedachte das Kloster 1441 mit einer Schenkung für die Übertragung des Kriegsholzes in Auerbach. Drei Jahre später bestätigte Christoph von Pfalz-Neumarkt, der spätere König von Dänemark, Norwegen und Schweden die Privilegien des Klosters.

Doch 1556 wurde die Abtei Michelfeld aufgehoben, jedoch 113 Jahre später von den Benediktinern neu gegründet.

Die Säkularisation 1802 bedeutete das Ende des Kloster. 1884 erwarb es der Dillinger Priester Johann Evangelist Wagner, der Regens, der Leiter eines Priesterseminars. Nach ihm ist die segensreiche Einrichtung benannt. Schon 1885 wurden in Michelfeld Menschen mit Behinderung betreut. Die letzten größeren Modernisierungsmaßnahmen liegen schon ein halbes Jahrhundert zurück.