Alois Karl Bundestagsabgeordneter für Amberg-Sulzbach-Neumarkt


MdB Alois Karl besucht mit seiner Kollegin MdB Patricia Lips Kloster Plankstetten

Der Bund, so Bundestagsabgeordneter Alois Karl, hat sich zwar schon mit hohen Summen an der Sanierung des Klosters Plankstetten beteiligt, doch nun sind unerwartete Probleme aufgetaucht, die den aktuellen Bauabschnitt deutlich verteuern. Damit machte Alois Karl seine Kollegin im Haushaltsausschuss, Patricia Lips, bei einem Besuch in der Benediktiner-Abtei vertraut. Lips ist Berichterstatterin  für Kultur und Medien und so auch zuständig für die Bezuschussung derartiger Projekte.
Es hat sich gezeigt, dass in den 1960ern die inzwischen wieder abgerissene Turnhalle unvorsichtig in den Hang hinein gebaut wurde, was diesen destabilisierte. Der Hang  oberhalb des Klosters rutscht jeden Tag einen Millimeter nach unten. Das bedingt zusätzliche Maßnahmen zur Sicherung. Zudem schlägt sich die boomende Baukonjunktur auch in den Preisen für die anstehenden Arbeiten nieder. Beides zusammen führt dazu, dass die Kosten für den neuen Bauabschnitt voraussichtlich rund 20 Prozent höher ausfallen als veranschlagt.

Abt Beda  Sonnenberg und Frater Andreas Schmidt, Zellerar und Geschäftsführer der Klosterbetriebe, erläuterten den beiden Bundestagsabgeordneten Historie und Details der Generalsanierung. Vor 20 Jahren begannen die Mönche damit, die denkmalgeschützte Klosteranlage zu sichern und für zeitgemäße Anforderungen fit zu machen. Nach zwei erfolgreich abgeschlossenen Bauabschnitten, die das ehemalige Brauhaus und das Wirtschaftsgebäude sowie Konvent-Trakt betrafen, sollen nun der West- und Nordflügel des Gästehauses sowie das Abt- Maurus-Haus saniert werden.
In diesem Bauabschnitt wird im Erdgeschoss ein Technikgeschoss angebaut,  das durch seine Betonausführung Teil der Hangsicherung ist. Damit werden die bisher durchfeuchteten hangseitigen Außenmauern zu trockenen Innenwänden. Dieses Technikgeschoss beinhaltet die gesamte Haustechnik wie Heizungs- und Wasserverteilung, Lüftungszentrale und Brandmeldeanlage. Durch die Unterbringung  in diesem Neubau werde die historische und denkmalgeschützte Bausubstanz geschont und könne künftig höherwertig genutzt werden. Dieses Konzept werde vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege befürwortet und unterstützt.
Ohne die zusätzlichen Aufwendungen für die Hangsicherung würde der instabile Westhang durch seine Talbewegung die historische Klosteranlage bedrohen.
Die Kostenberechnung aus dem Jahr 2017  sei leider überholt. Das Kloster führe, betonten die beiden Benediktiner, intensive Gespräche darüber, wie diese Finanzierungslücke geschlossen werden könne.
Sie nutzten auch die Chance, Patricia Lips und Alois Karl um weitere Bundesunterstützung zu bitten: "Es wäre ein Traum, wenn hier der Bund uns zur Seite stehen würde".
Beide bedankten sich ausdrücklich sowohl bei ihrem Wahlkreisabgeordneten Alois Karl als auch bei Bayerns Finanzminister Albert Füracker, der sich hatte entschuldigen lassen. Aber auch der Landkreis mit Landrat Willibald Gailler, CSU-Kreistagsfraktions-Vorsitzender Alois Scherer und Berchings Bürgermeister Ludwig Eisenreich hätten sich massiv für das Projekt eingesetzt
So sei erst vor kurzen durch die Zusage der Stadt Berching, einen Eigenanteil an den Sanierungskosten zu übernehmen, eine Städtebauförderung von zwei Millionen Euro ermöglicht worden.

Patricia Lips und Alois Karl zeigten Verständnis. Schließlich sei bei einem historischen Gebäude immer mit solchen negativen Überraschungen zu rechnen. Und auch die Baupreisentwicklung könne man schlecht dem Kloster anlasten. "Wir werden sehen, was wir tun können. Aber Sie können darauf vertrauen, dass wir Ihre Argumente in die anstehenden Entscheidungen einbringen werden. Schließlich beweise das Kloster schon heute mit seinem großen Zuspruch, welche herausgehobene Wirkung es weit über Bayern hinaus ausübt", versicherten Patricia Lips und Alois Karl am Ende eines Rundgangs durch die weitläufige Anlage. Die Leitung der Abtei rechtfertigt die  hohen Kosten für die Generalsanierung des Klosters. Dieses kulturhistorische Denkmal auch für künftige Generationen zu retten, sei es wert, fanden auch die Abgeordneten.  Zudem flösse ein Großteil dieser Ausgaben in Handwerksbetriebe der Region und stärke so die heimische Wirtschaft.