Alois Karl Bundestagsabgeordneter für Amberg-Sulzbach-Neumarkt


MdB Karl: EU war und ist Garant für Frieden, Freiheit und Wohlstand

Mit einem Ausflug in die griechische Mythologie, die er jetzt, in Lockdown-Zeiten, seinem Enkel Christoph näher bringen will, begann MdB Alois Karl am Rednerpult im Bundestag für die CDU/CSU Fraktion seine Auseinandersetzung mit dem Antrag der AfD, deutsche Steuergelder vor angeblichem Missbrauch durch die EU zu schützen. Wie Homers einäugiger Zyklop Polyphem leide die Partei unter einer sehr eingeschränkten Sicht. In diesem Fall auf die Europäische Union.

Der Mehrwert der Gemeinschaft für Deutschland liege doch auf der Hand. Das habe sich bereits 1957 gezeigt, als Konrad Adenauer die Römischen Verträge unterschrieb.

Seither habe die Wirtschaftsentwicklung in Deutschland nur eine Richtung gekannt, nämlich vorwärts und aufwärts, mit hohen Beschäftigungsraten und freiem Austausch zwischen Menschen und Meinungen. Es sei ein Friedensprojekt und eine Wertegemeinschaft entstanden. „Spätere Generationen“, so Alois Karl, „werden von einem Goldenen Zeitalter sprechen.“

Die AfD habe Recht, wenn sie sage, Deutschland sei der größte Beitragszahler, aber sie vergesse, dass unser Land auch der größte Gewinner ist. Die Exportleistung in die anderen Mitgliedsländer der EU liege bei 777 Milliarden Euro.

Dass die AfD immer wieder auf die Nettobelastung der BRD eingehe, mache doch keinen Sinn. Europa müsse gemeinschaftliche Aufgaben erfüllen in der Sicherheitspolitik, bei Klimaschutz, in Forschung und Entwicklung, aber auch in der Bekämpfung grenzüberschreitender Kriminalität.

Was die von der AfD angesprochenen Risiken der Haftung angeht, sei das nicht ganz unrichtig. Aber diesen Weg hat die Bundesrepublik schon seit Jahrzehnten erfolgreich beschritten. Im vorletzten Jahr wurden Bürgschaften für deutsche Exporte im Wert von 177 Milliarden Euro eingegangen, unter dem Strích seien 700 Millionen Euro an Gebühren auf der Habenseite geblieben.