Alois Karl Bundestagsabgeordneter für Amberg-Sulzbach-Neumarkt


Erste Überlegungen zu einer Lärmminderung an der A6 in den Bereichen Hohenkemnath und Oberhof erörtert!

An dem Fachgespräch, zu dem der Bundestagsabgeordnete auch den Präsidenten der Autobahndirektion, Reinhard Pirner, eingeladen hatte und das vom CSU-Fraktionsvorsitzenden im Gemeinderat Ursensollen und Bürgermeisterkandidaten Achim Kuchenbecker angeregt worden war, nahmen auch Gemeinderat Johann Fehlner und die Gemeinderatskandidaten der CSU, Alexander Graf, Thorsten Michel und Christian Wenkmann teil.

Er könne den Wunsch der Autobahn-Anrainer gut verstehen, sagte Alois Karl. Doch Lärmschutzmaßnahmen an einer bestehenden Autobahn seien eine besondere Herausforderung. Dennoch gebe es sicherlich Lösungsansätze. Hier gelte es, findig zu sein. „Für Politik und Verwaltung eine Schweiß treibende Aufgabe“, warnte Alois Karl.

Achim Kuchenbecker verwies auf die Überlegungen, mit der Stadt Amberg ein interkommunales Gewerbegebiet auszuweisen und auf das anvisierte Baugebiet hinter der Tankstelle in Ursensollen. Da würde Lärmschutz auch zu einem wichtigen Thema werden. Kuchenbecker zeigte sich offen für jede brauchbare Lösung. Dies könne eine Geschwindigkeitsbegrenzung ebenso beinhalten, wie bauliche Maßnahmen zur Lärmminderung.

Präsident Reinhard Pirner machte freilich klar, dass in Oberhof und Hohenkemnath die gesetzlichen Grenzwerte für eine Lärmschutzsanierung nicht erreicht würden. Daher gebe es zunächst einmal keine Rechtsgrundlage für die Autobahndirektion, aktiv zu werden. Er habe sich auch die Unfallzahlen in diesem Abschnitt angesehen und kein Argument für eine Geschwindigkeitsbegrenzung gefunden. Daher hätten er und sein Dienststellenleiter Tobias Bäumler überlegt, was alternative realistische Ansätze für eine Lärmminderung in diesem Bereich sein könnten. Aus Sicht der Autobahndirektion könnten Erdmassen, die bei jetzt anstehenden Baumaßnahmen anfielen, zu bis zu vier Meter hohen Wällen aufgeschüttet werden. Teilweise besitze die Autobahn schon einige der erforderlichen Flächen, teilweise müsste sich hier die Gemeinde um Grunderwerb bemühen. Entwässerung, Kabelverläufe oder andere technische Fragen müssten vorab geklärt werden. Der Vorteil sei, dass sich solche Maßnahmen auch in mehreren Teilabschnitten sukzessive realisieren lassen könnten. So habe die Direktion zum Beispiel im Bereich der Stadt Altdorf eine gute Lösung dieser Art für die Anlieger gefunden.Tobias Bäumler erläuterte, wo die Autobahndirektion bereits Grundstücke hat, wo nicht.

Bei einen weiteren Ortstermin unterhalb der Kläranlage bei Hohenkemnath fragte Achim Kuchenbecker, ob ein Erdwall sich nicht auch als Blühwiese eignen oder mit einer Fotovoltaik-Anlage bestückt werden könnte.

Einig waren sich die Teilnehmer, dass man keine überzogenen Hoffnungen erzeugen dürfe.. Alois Karl fasste es so zusammen: "Heute zu sagen, schon morgen werden diese Maßnahmen realisiert, wäre nicht korrekt. Gerade bei Fragen des Grunderwerbs kann es zu Verzögerungen kommen. Jetzt sind die Gemeinde Ursensollen und der zukünftige Bürgermeister gefordert, zusammen mit der Autobahndirektion das Ziel Lärmschutz Schritt für Schritt zu verfolgen. Das unterstütze ich gerne."