Alois Karl Bundestagsabgeordneter für Amberg-Sulzbach-Neumarkt


Bund fördert 5G-Projekt der OTH Amberg-Weiden mit 8,4 Millionen Euro

"Ich habe aus dem Bundesministerium für digitale Infrastruktur die Zusage erhalten, dass die OTH Amberg-Weiden eine Bundesförderung von 8.445.120,82 Euro erhält", berichtet Bundestagsabgeordneter Alois Karl. "Schon seit vielen Jahren werbe ich mit Nachdruck und großer Überzeugung für die Hochschule. Die OTH hat sich seit ihrer Gründung zu einem Motor der angewandten Forschung entwickelt und mit der Übertragung der Erkenntnisse in die Praxis einen sehr guten Ruf erworben. Die Bewilligung dieser Fördermittel sind ein weiterer großartiger Erfolg und eine Anerkennung der guten Arbeit der OTH. Die OTH Amberg-Weiden gehört mit ihren Projekten zu den sechs Universitäten und Forschungseinrichtungen in ganz Deutschland, die im Innovationsprogramm berücksichtigt werden. Das ist eine besondere Auszeichnung. Dazu gratuliere ich herzlich. Zugleich werde ich meinen steten Einsatz für dieses Knowhow-Zentrum in unserer Heimat engagiert fortsetzen."
Im Rahmen eines Veranstaltung wurden in dieser Woche nun die Förderbescheide für drei Forschungsprojekte mit den Themen Telemedizin, Mobilität und Industrie 4.0 offiziell im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur in Berlin übergeben. Für die drei Projekte wurden im Rahmen des 5G-Innovationsprogramms eine Bundesförderung von insgesamt 26 Millionen Euro bewilligt.
"Für das Vorhaben "5G4Healthcare" bekommt die Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden aus dem Bundesmitteln eine Förderung von 8,445 Millionen Euro. Hintergrund ist, dass die Mittlere Oberpfalz zu einer Modellregion 5G ausgewählt wurde. 5G bietet ein großes Potential für neue Anwendungen. Das immense Datenübertragungsvolumens in nahezu Echtzeit macht 5G unter anderen im medizinischen Bereich interessant, sei es für Telemedizin in Kliniken oder den Kontakt Hausarzt/Pflegefachkraft/Patienten im ländlichen Raum", informiert Alois Karl weiter. Das Projekt "5G4Healthcare" zielt darauf ab, Machbarkeit, Möglichkeiten und Grenzen der Verbesserung der Effektivität und Effizienz in der ländlichen Gesundheitsversorgung durch die 5G-Technologie auszuloten. Zugleich sollen Handlungsempfehlungen für Lösungen im Alltag abgeleitet werden. In den beiden Fachgebieten "Integrierte Versorgung" und "Homecare" werden dazu unter der Führung der OTH Amberg-Weiden mit Partnern aus Gesundheitsversorgung und Wirtschaft Anwendungsszenarien konzipiert. Dies werden modellhaft implementiert, erprobt und evaluiert. "Die gesundheitliche Versorgung im ländlichen Raum weiterhin zu gewährleisten ist eine große Herausforderung für alle Beteiligten. 5G kann hierfür neue Möglichkeiten bieten. Das gilt für unsere Krankenhäuser, für die niedergelassenen Ärzte, die ambulante Pflege und insbesondere die Patienten", betonte Alois Karl weiter.
Zum Hintergrund: Mit dem dreistufigen 5G-Innovationsprogramm unterstützt der Bund die wichtigsten Akteure für den 5G-Ausbau mit individuellen und angepassten Förderkonzepten. In Stufe 1 werden sechs Forschungsvorhaben von Universitäten und Forschungseinrichtungen gefördert. In Stufe 2, dem 5G-Wettbewerb, erhalten Kommunen eine Förderung in Höhe von jeweils bis zu 100.000 Euro für die Entwicklung von Konzepten für innovative 5G-Mobilfunkanwendungen. In Stufe 3 erhalten die innovativsten Projekte aus dem 5G-Wettbewerb zudem eine Umsetzungsförderung.