Alois Karl Bundestagsabgeordneter für Amberg-Sulzbach-Neumarkt


Besuch aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach in Berlin bei Alois Karl

Besuch aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach in Berlin bei Alois Karl: Dabei stand die Energiewende, die Möglichkeiten, die sich daraus ergeben und die Probleme, die sich stellen, im Zentrum des Dialogs, den der Bundestagsabgeordneter mit den Schülern der zehnten Klassen der Luitpoldschule in Amberg im Berliner Reichstagsgebäude führte. Die Mittelschüler stammen aus der Stadt Amberg und dem Landkreis.

Der Tsunami, der 2011 über das Atomkraftwerk Fukushima in Japan herein brach, war bekanntlich Anstoß für den Atomausstieg Deutschlands bis 2022. Vor wenigen Monaten wurde nun auch der Ausstieg aus der Kohlestromversorgung bis 2038 beschlossen. Da der Bedarf von Strom aus erneuerbaren Energie steige, profitierten auch regionale Unternehmen wie die Firma Max Bögl in Neumarkt, die Masten für Windkraftwerke herstellt, vom Umbau.

Zwar herrsche große Akzeptanz für den Grünen Strom an sich, doch bei der Umsetzung und Produktion vor Ort werde es schon schwieriger. Denn leider sei die Akzeptanz von Windrädern, Wasserkraftwerken und Strom aus Biomasse oder Geothermie längst nicht so hoch wie wünschenswert, bedauerte Alois Karl.

Weil sehr viel Strom aus Erneuerbaren Energien in Nord-/Ostsee bzw. Nord- und Mitteldeutschland produziert werde, der Energiebedarf aber im Süden, in Bayern und Baden-Württemberg sehr hoch seisei auch der Transfer des EE-Stroms von Nord nach Süd erforderlich.
Zugleich zeige sich die Stromerzeugung über Erneuerbare Energien im Binnenland sehr unstetig, so dass manchmal regional zu viel und manchmal deutlich zu wenig produziert werde. Aufgrund vieler kleiner Erzeuger werde es immer schwieriger das Netz im Gleichgewicht bei rund 50 Hertz zu halten. Damit es zu keinen regionalen Stromausfällen kommt, gelte es, schnell reagieren zu können.

Damit die Energiewende gelingen kann, sei der Bau von drei Nord-Süd-Gleichstromtrassen unabdingbar. Der Wahlkreis Amberg-Sulzbach-Neumarkt wird voraussichtlich von zwei Maßnahmen betroffen sein, die bestehende Trassen aufrüsten werden. In vielen guten Gesprächen sei es ihm gelungen, sagt Alois Karl, mit guten Argumenten erfolgreich dafür zu werben, dass die Gleichstromtrasse Süd-Ost-Link nicht den Wahlkreis durchschneidet.
Weiter berichtete Alois Karl kurz aus seiner Arbeit im Haushaltsausschuss und appellierte an die Schüler sich in ihrem Heimatort zu engagieren. "Jeder ist wichtig. Viele Vereine, Verbände und Organisationen in Amberg und Umgebung freuen sich, wenn Ihr Euch dort einbringt. Egal ob Junge Union, eine andere politische Jugendorganisation, die Feuerwehren, das THW, die Sportvereine, die kirchlichen Organisationen, alle leben von engagierten Mitgliedern. Ihr könnt dort dazu beitragen, unsere Gesellschaft zu bereichern."