Alois Karl Bundestagsabgeordneter für Amberg-Sulzbach-Neumarkt


Alois Karl ist spitze bei der CSU

Am langjährigen Bundestagspräsidenten Norbert Lammert schätzt Bundestagsabgeordneter Alois Karl auch den Wortwitz, den er bei der Moderation von Sitzungen immer wieder aufblitzen ließ. Auch deshalb hatte er ihn gern und schon mehrfach in seinen Wahlkreis eingeladen. Er selbst, findet Karl, gehöre auch nicht gerade zu den Bundestagsabgeordneten, die zum Lachen in den Weinkeller gehen. Umso mehr freut es ihn, dass der Spiegel in seiner letzten Ausgabe ihn in einem Ranking „Heiterkeit“ auf Platz 6 der 709 Abgeordneten listet. Das habe die Auswertung der Sitzungsprotokolle der bisherigen Legislaturperiode ergeben. Dass Wolfgang Kubicki von der FDP, der die Kollegen hundert Mal zum Wiehern brachte, und dahinter mit Abstand Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) im Auslösen von befreiendem Gelächter vorne liegen, wundert Alois Karl nicht. Ihm soll das, so sagen die Humor-Statistiker vom Spiegel, immerhin 19 Mal geglückt sein. Er habe zwar keine Strichliste über Lacherfolge geführt, aber er müsse gestehen, dass er schon gerne Steilvorlagen von links oder rechts aufnehme. Zwei Beispiele fallen ihm spontan ein.

Als Andrej Hunko von den Linken zum wiederholten Mal und wortwörtlich die europäische Ostpolitik als „Scherbenhaufen“ geißelte, habe er sich den Verweis nicht verkneifen können, dass es nach deutschem Strafrecht nicht verboten sei, Plagiator des eigenen Unsinns zu sein. Das kam zumindest in der Mitte gut an.

Die Forderung der AfD-Abgeordneten Birgit Malsack-Winkemann, Deutschland solle sich aus der humanitären Hilfe in Krisengebieten zurück ziehen, hätte er ihn empört, wenn er auch nur einen Funken Sachverstand dahinter vermuten hätte können. Also habe er ihr gesagt, er habe den Anfang ihrer Rede vergessen, der mittlere Teil sei unverständlich gewesen und das Ende habe er ehrlicherweise herbei gesehnt.