Alois Karl Bundestagsabgeordneter für Amberg-Sulzbach-Neumarkt


Alois Karl besuchte Soldaten in Afghanistan

Aus erster Hand, von den deutschen Soldatinnen und Soldaten, die im Norden Afghanistans für die Mission „Resolute Support“ im Einsatz sind, ließen sich Bundestagsabgeordneter Alois Karl und sechs Bundestagskollegen über die fragile Lage am Fuße des Hindukusch unterrichten. 1300 Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaftsdienstgrade aus Deutschland tun dort gefährlichen Dienst. Knapp 100 Mann (und Frau) stellt das in Kümmersbruck bei Amberg stationierte Logistikbataillon 472.

Die Abgeordneten unter der Leitung des Parlamentarischen Staatssekretärs Thomas Silberhorn und einige Mitarbeiter starteten in Berlin Tegel und landeten auf dem Flugplatz des Feldlagers Marmal in Masar-e Sharif. Dort wurden sie von Kommandeur Oberstleutnant Möller und seinem Stellvertreter Oberstleutnant Burkhard unter die Fittiche genommen.

Der ISAF-Einsatz, der nach den Anschlägen vom 11. September 2001 begann und an dem bis zu 5000 deutsche Soldaten teil nahmen, war 2014 beendet worden, Nachfolger ist die Mission Resolute Support, salopp mit „handfeste Unterstützung“ übersetzt. Grundlage dieses Einsatzes ist die Erkenntnis, dass ein Land, das zu drei Viertel aus schwer zugänglichen Bergregionen besteht, nicht unter Kontrolle zu bringen ist. Es sei auch niemals die Absicht gewesen, das Land zu besetzen. Vielmehr war das Ziel von ISAF dem Terrorismus Afghanistan als Basis für die Ausbildung der Kämpfer zu entziehen und dem Land auf dem Weg in eine friedliche Zukunft unter Achtung der Menschenrechte zu ebnen.

Mit der Mission „Resolute Support“, für die, so Alois Karl, die Bundesrepublik nach den USA die meisten Soldaten stellt und das meiste Geld ausgibt, soll die Afghanische Armee in die Lage versetzt werden, sich selbst zu verteidigen und sie soll die Polizei befähigen, Recht und Ordnung aufrecht zu erhalten. Tatsache ist aber auch, das die Taliban nach wie vor weite Teile des Landes beherrschen, zwar in Doha mit den Amerikanern verhandeln, aber nicht bereit sind, direkt mit der afghanischen Regierung Friedensgespräche zu führen.

In Masar-e Sharif wurde den Gästen aus dem Bundestag die Funktion der israelischen Aufklärungsdrohne Heron erläutert. Daneben gab es ausreichend Gelegenheit mit den Soldaten zu sprechen. Alois Karl freute sich über die Begegnung mit aus seinem Wahlkreis stammenden Soldaten, Hauptfeldwebel Kölbl aus Brunn und Oberstleutnant Meier aus Lauterhofen. Oberstleutnant Möller gesellte sich dazu.

Im nahen Kundus wird mit einem Ehrenmal an die deutschen Soldaten erinnert, die seit 2001 in Afghanistan ihr Leben ließen. Ihnen erwiesen die Abgeordneten Respekt.

Die Nacht verbrachten sie im Lager. „Wir Abgeordneten bekamen keine Extrawurst gebraten“, versichert Alois Karl. Die Unterkunft in einem Container war spartanisch. Die Ausrüstung der Gefahrenlage angemessen. Die Politiker mussten schusssichere Westen und Stahlhelme tragen.

Den Weiterflug nach Kabul trat die Delegation im Großraum-Transporter A 400 M an. Nach der Landung am Kabul Airport ging es weiter mit einem schwer bewaffneten Helikopter zu Gesprächen mit dem Führungspersonal der Mission im hermetisch gesicherten Hauptquartier. 41 Nationen innerhalb und außerhalb der Nato stellen derzeit noch insgesamt 15000 Soldaten, die seit September 2018 unter dem Befehl des amerikanischen Generals Austin S. Miller stehen. Aktueller Stabschef ist der deutsche Generalleutnant Andreas Marlow. Mit den beiden kommandierenden Generälen führte die deutsche Delegation intensive Gespräche über die Sicherheitslage in Afghanistan, einem geschundenen Land, in dem jetzt seit drei Jahrzehnten Krieg herrscht.