Alois Karl Bundestagsabgeordneter für Amberg-Sulzbach-Neumarkt


Alois Karl auf Wahlkreistour in Ebermannsdorf und Freudenberg

Es kennt sich wohl kaum einer besser aus zwischen Dietfurt und Auerbach wie Bundestagsabgeordneter Alois Karl. Wenn er sich einen Tag frei schaufeln kann, setzt er sich hinters Steuer und fragt nach bei den Bürgermeistern seines Wahlkreises, auf was sie stolz sind, wo sie der Schuh drückt, wo er helfen kann.

Aber wo Licht ist, ist auch Schatten. Kaum ein Rathaus-Chef, der nicht über bürokratische Hürden klagt, aufgetürmt von übergeordneten Verwaltungsebenen, die die Kommunen in ihrer Entwicklung bremsen würden.

Das war so in Ebermamnnsdorf , wo ihn Bürgermeister Josef Gilch mit seinen Stellvertretern Michael Götz und Erich Meidinger und Gemeinderat Johann Bauer willkommen hieß und auch in Freudenberg im Amtszimmer von Alvin Märkl.

Doch aktuell belastet die Gemeindeoberhäupter landauf, landab der finanzielle Aufwand, der von den Kommunen verlangt wird, um die ständig steigenden Ansprüche von Ganztagsbetreuung in Kindertagesstätten und Grundschulen zu schultern. Das ging an die Adresse der Politik, denn im Koalitionsvertrag ist festgelegt, dass bis 1. Januar 2025 ein Rechtsanspruch für Ganztagsbetreuung an Grundschulen geschaffen wird.

In Absprache mit den Ländern wurden die scharfen Zuständigkeits-Linien im Bildungsbereich etwas aufgeweicht und der Bund hilft bei den Investitionen, die nötig sind, um die Räumlichkeiten zur Verfügung stellen zu können. Da ist man in Ebermannsdorf verhältnismäßig gut dran. Denn im Schulhaus, in dem einmal zwölf Klassen unterrichtet wurden, sind es jetzt nur noch vier (Grundschule), wie Bürgermeister Josef Gilch bei einem Rundgang mit dem Abgeordneten erläuterte.

Von einer ganz anderen Seite hat Freudenbergs Bürgermeister Alvin Märkl die Angelegenheit betrachtet. Er beklagt die hohen Kosten für den Schülertransport, der überdies ökologisch ziemlich bedenklich sei. Damit ließe sich locker ein Lehrer am Ort bezahlen, rechnete er vor. Zwar ist ihm und auch Alois Karl klar, dass die Zeit der Zwergschulen wohl unwiderruflich vorbei ist, aber sie seien zu ihrer Zeit sicherlich nicht am Bildungsauftrag gescheitert.

Das liebe Geld ist freilich Märkls größte Sorge. Die Gemeinde Freudenberg mit ihren 36 Ortsteilen ist die flächengrößte Kommune im Landkreis Amberg-Sulzbach. Daraus ergeben sich zwangsläufig hohe Kosten für Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung. Zehn Millionen Euro müsse dafür aktuell investiert werden. Und das, ohne die Bürger über Gebühr mit Gebühren zu belasten.

Sowohl Märkl als auch Gilch machen die Leerstände in den Ortschaften besorgt. Die Jungen ziehen weg oder in Neubaugebiete, und wenn die Alten sterben, verwaisen die Gebäude. Die Bürgermeister baten Alois Karl, sich für ein Bundesprogramm zur Bestandssanierung einzusetzen.

Es gebe aber auch noch genügend freie Flächen in den Ortskernen zur von der Politik gewünschten Nachverdichtung. Um Anreiz zum Verkauf oder zur Bebauung zu schaffen, wäre die Grundsteuer C richtig, wenn sie in ähnlicher Höhe wie für bebaute Grundstücke erhoben würde, Die Aussichten, dass es dazu kommt, schätzt Alois Karl aber nicht sehr rosig ein. Er wäre dafür.

Hoch über Ebermannsdorf steht die Kirche St. Johannes, die zwischen 1701 und 1705 auf den Grundmauerresten einer Vorgängerkapelle errichtet wurde. Das denkmalgeschützte Gotteshaushaus im Ensemble mit dem Schloss und dem alten Forsthaus wird derzeit saniert. Die Kosten betragen, erläuterte Josef Beer von der Kirchenstiftung, 1,3 Millionen Euro. Rund die Hälfte trage die Diözese. Alois Karl hat sich erfolgreich beim Bund für einen Zuschuss von 20 Prozent der Aufwendungen eingesetzt. Freistaat und Denkmalamt beteiligen sich auch, so dass die Kirchenstiftung ihren Eigenanteil wohl aufbringen kann.

Die Außensanierung ist bereits abgeschlossen. Die feuchten Grundmauern wurden erfolgreich mit Lehmpackungen abgedichtet und trocken gelegt. Im Inneren sind gerade die Gerüste aufgebaut. Mit dem Abschluss der Arbeiten könne noch dieses Jahr gerechnet werden, ist Beer zuversichtlich.

Die letzte Instandhaltung liegt über 100 Jahre zurück. Allerdings fehlte damals im Jahr 1911 das Geld an allen Ecken und Enden. Die Gitter im Eingangsbereich sollten eigentlich aus Schmiedeeisen sein, bestehen aber aus ausgesägtem Holz, zeigte Beer ein Beispiel, wo damals gespart werden musste.