Alois Karl Bundestagsabgeordneter für Amberg-Sulzbach-Neumarkt


Wolfsteinfreunde überreichen Alois Karl Dokumentation zu den Ergebnissen von 15 Jahren Ausgrabungen

Alois Karl würdigt den nachhaltigen und stetigen ehrenamtlichen Einsatz der Wolfsteinfreunde für den Erhalt des Neumarkter Wahrzeichens

Der Vorsitzende der Wolfsteinfreunde, Jochen Wittmann (l.) und der Ehrenvorsitzender Reinhard Veit (r.) überreichten den Neumarkter Bundestagsabgeordneten und ehemaligen Oberbürgermeister ein Dokumentation der Ausgrabungen auf dem Wolfstein. Interessierte Bürger können das Buch bei Foto Stegmeier am Unteren Markt für 29,95 Euro erwerben.

Neumarkt. 1997 starten die Wolfsteinfreunde die Ausgrabungen an der Neumarkter Burgruine. Aktiver Förderer des Projekts war der damalige Oberbürgermeister Alois Karl, der auch beim Spatenstich am 2. Juni für die Ausgrabungen dabei war. Das war der Anlass für die Neumarkter Wolfsteinfreunde ihren Wahlkreisabgeordneten Alois Karl die Dokumentation zu den 15 Jahre dauernden Ausgrabungen zu überreichen. Ursprünglich sollte dies bereits bei der Buchvorstellung geschehen, aber aufgrund einer Sondersitzung zu Griechenland konnte Alois Karl damals kurzfristig das Buch nicht entgegen nehmen.

„Wir können mit Stolz auf die Ergebnisse der Ausgrabungen zurückblicken“, sagte der Reinhard Veit, der heutige Ehrenvorsitzende der Wolfsteinfreunde. „1995 hatten wir bei einer unserer Säuberungen des Burgareals mit Unterstützung der Bundeswehr erkannt, wie umfangreich die frühere Burg gewesen sein muss. Wir fassten den kühnen Plan, die Reste der Burganlage von Schutt zu befreien und zugleich mehr über die Geschichte des Neumarkter Wahrzeichens zu erfahren. Diese Grabungen erwiesen sich bald als archäologische Wundertüte, die ein wahres Schatzkästlein barg. Wir wissen heute viel mehr als 1997 über die einzelnen Bauwerke des Wolfsteins, seine frühere Nutzung und haben neue Erkenntnisse im Bereich der Geschichte der Burgherren, der Numismatik, der Archäologie und der Geologie.“

„Ich muss gestehen, dass es für Reinhard Veit und die Wolfsteinfreunde leicht war, mich für dieses Projekt zu begeistern. Schließlich war der Wolfstein das Dorado meiner Kindheit. Zusammen mit Freunden war ich mindestens zwei- bis dreimal in der Woche auf den Wolfstein. Zudem bekenne ich mich ganz bewusst zu den Wurzeln unserer Stadt, zu denen auch die Burg und die Geschichte der Burgherren gehören. Deshalb bin ich gerne zusammen mit den Wolfsteinfreunden bei vielen staatlichen Behörden vorstellig geworden und habe mit großem Nachdruck für diese Ausgrabungen geworben. Mit vereinten Kräften ist uns dann gelungen, den Weg für diese Grabungen frei zu machen. Ich habe ab 1997 angesichts der Funde öfters gefragt, ob und wann denn diese Grabungen zum Abschluss kommen. Heute können wir uns auch dank dieses Buches davon überzeugen, wie erfolgreich die Initiative war“, sagte Alois Karl. „Ich möchte an dieser Stellen ganz bewusst Jochen Wittmann und Reinhard Veit stellvertretend für alle Aktiven der Wolfsteinfreunde danken. Sie zeigen über lange Zeit einen nachhaltigen Einsatz für den Erhalt dieses Neumarkter Wahrzeichens, der unseren Respekt verdient.“

Jochen Wittmann dankte für diese Anerkennung und überreichte Alois Karl ein Exemplar des Buches. Interessierte Neumarkter können ihre Ausgabe bei Foto Stegmeier am Unteren Markt erwerben. „Wir wollen als Wolfstein aktiv dazu beitragen, dass das Potential der Burgruine noch stärker touristisch für Neumarkt genutzt wird. Schließlich weiß jeder Neumarkter, wenn er auf der A3 aus Richtung Nürnberg kommend auf den Wolfstein blickt, jetzt fühle ich mich daheim. Dieses positive Gefühl bringen wir auch 17.000 Besuchern der Burgruine im Jahr näher und wollen dies noch intensivieren. Zudem erhöhen wir über die Historiengruppe „Lupis Lapis“ die Bekanntheit der Burgruine und bringen den Bürgern die Zeit näher, als auf dem Wolfstein noch eine komplette Burg über Neumarkt wachte“, erläuterte Jochen Wittmann, der aktuelle Vorsitzende der Neumarkter Wolfsteinfreunde.