Alois Karl Bundestagsabgeordneter für Amberg-Sulzbach-Neumarkt


Von Hundezwingern, Katzenquarantäne und Kaninchenschwemme

Tierische Unterstützung und Freude bei der Spendenübergabe der CSU-Vertreter (v.l.): Dr. Patrick Fröhlich mit „Lady“, Michaela Frauendorfer, Sabine Falk (Vorsitzende Tierschutzverein), MdB Alois Karl, Carmen Gurdan (Tierheimleiterin), Stefan Ott mit „Max“ und MdL Dr. Harald Schwartz

Amberg. „Der Tierschutzverein nimmt den Kommunen eine wichtige Aufgabe ab, für die sie originär zuständig sind: Er kümmert sich mit Kompetenz und Herzblut um verwahrloste, ausgesetzte und wild lebende Haustiere, päppelt sie wenn nötig auf und versucht dann diese Tiere in gute Hände weiterzuvermitteln. Dafür erhält der Tierschutzverein eine finanzielle Unterstützung der Mitgliedsgemeinden, die an deren jeweilige Einwohnerwahl gekoppelt ist. Leider reichen diese Zuschüsse nicht aus, um das Tierheim kostendeckend betreiben zu können“, erklärte 1. Vorsitzende Sabine Falk der CSU-Kreisvorstandschaft um Stefan Ott im Rahmen eines Besuchs im Amberger Tierheim. Der Verein ist deshalb jedes Jahr auch auf Spenden angewiesen. Neben dem finanziellen Pflichtteil der Gemeinden sei demnach das benötigte Jahresbudget von rund 280.000 Euro nur durch Spenden und den großen persönlichen ehrenamtlichen Einsatz der Vorstandschaft und einiger Mitglieder zu stemmen.

 

Kaninchenschwemme wegen menschlicher Fehler
Beim Rundgang durch das Tierheimgelände erfuhren die Christsozialen um Stefan Ott die Funktionsweise der Katzenquarantäne, in der jede „neue“ Katze mindestens 14 Tage verbringen muss, bevor sie in die eigentlichen Katzenzimmer darf. Weiterhin erläuterte Tierheimleiterin Carmen Gurdan, dass Tierhalter zu oft ihre Katzen oder Kaninchen nicht kastrieren lassen. Dies kann für die Halter und letztlich auch dem Tierschutzverein schnell zu einem großen Problem werden, wie erst kürzlich: „Aus drei Kaninchen wurden im Laufe von ca. zwei Jahren 54 Kaninchen! Dass die Tierhalter damit schnell überfordert sind, versteht sich von selbst. Damit wird dann ganz schnell das Tierwohl gefährdet. Das ist der Hauptgrund, wieso die rechtzeitige Kastration der Tiere so wichtig ist“, erklärte Carmen Gurdan.

 

Neuer Hundezwinger auf dem Wunschzettel
Ein weiterer wesentlicher Punkt auf der Agenda des Tierschutzvereins ist seit Jahren die Unterbringung von Hunden. Es wäre dringend nötig, die alte Anlage, die wegen Wasserschäden teilweise gesperrt ist, abzureißen und neue Hundezwinger zu errichten. „23 Boxen würden wir benötigen. Allerdings müsste der Verein nach früheren Berechnungen dafür einen siebenstelligen Betrag in die Hand nehmen. Es gibt aber Bedenken hinsichtlich des Unterhalts. Deshalb diskutieren wir auch alternative Überlegungen“, schilderte Sabine Falk. Dafür gäbe es aber noch rechtliche Hürden. „Diese Maßnahme wäre dringend nötig, uns sind hier aber derzeit die Hände gebunden. Das ist eine extrem fordernde Mammut-Aufgabe, die uns Ehrenamtler an die Grenzen unserer Belastbarkeit bringt“, erklärte Sabine Falk den Christsozialen.

 

Spendenübergabe und politische Unterstützung
Stefan Ott übergab zusammen mit MdL Dr. Harald Schwartz, MdB Alois Karl und den Listenkandidaten der CSU für den Deutschen Bundestag eine Spende des CSU-Kreisverbandes. Die Abgeordneten, Ott und die Kandidaten verdreifachten aus ihren privaten Mitteln die CSU-Summe auf insgesamt 300 Euro. „Die Stadt und die Gemeinden tragen eine große finanzielle Unterstützung bei, aber das Tierheim ist dennoch auf die Hilfe privater Spender - vor allem für Zuschüsse zu Arztkosten bei finanziell schwächer gestellten Tierhaltern - angewiesen", so MdL Dr. Harald Schwartz. Andreas Otterbein ergänzte: "Und da viele kleine Schritte die Welt verändern können, machen wir mit unseren Spenden einen Anfang.“ Darüber hinaus sagten die Mitglieder des CSU-Kreisverbandes auch weiterhin ihre politische Unterstützung zu. Alois Karl bedankte sich auch im Namen der CSU bei allen Helfern, die eine großartige Arbeit leisten: „Ohne das ehrenamtliche Engagement wäre diese wichtige Aufgabe nicht zu stemmen.“ Dr. Patrick Fröhlich appellierte: „Alle Tierhalter stehen in der Pflicht, stets im Sinne des Tierwohles zu handeln." Michaela Frauendorfer meinte: "Jeder muss sich im Vorfeld gut überlegen, was es - auch finanziell - heißt, ein Haustier zu halten und welch große Verantwortung damit einhergeht.“