Alois Karl Bundestagsabgeordneter für Amberg-Sulzbach-Neumarkt


Von Haustür zu Haustür

Sie gehen von Haus zu Haus und bitten um eine Minute Aufmerksamkeit: Wenn es seine knapp bemessene Zeit erlaubt, ist Bundestagsabgeordneter Alois Karl selbst mit dabei, mal sind Mitglieder seines Wahlkampfteams ohne ihn unterwegs: Erstmals heuer wird so versucht, die eigene Parteiklientel davon zu überzeugen, wie wichtig der Gang zur Urne ist. Die „Bekehrung Andersgläubiger“ ist nur zweitrangig und mit einem kurzen Hausbesuch meist auch gar nicht zu schaffen.

Mit „werbender Hausbesuch“, so Alois Karl, ließe sich das englische Wort Canvassing am besten umschreiben. „Häuserwahlkampf“ klingt ihm nämlich ein wenig zu martialisch in den Ohren.

Die Mobilisierung der eigenen Wählerschaft ist das A und O eines erfolgreichen Wahlkampfs. Das weiß man längst, aber im Saarland, in Schleswig-Holstein und zuletzt in Nordrhein-Westfalen habe sich gezeigt, dass Canvassing dafür ein probates Mittel ist. Die Engländer haben es im 16. Jahrhundert erfunden, die Amerikaner übertreiben es damit ein wenig.

Alois Karl will erneut mit einem überzeugenden Mandat der Menschen aus seiner Heimatregion in den Bundestag einziehen. Da dürfe er sich nicht auf den Lorbeeren der vergangenen zwölf Jahre ausruhen, findet er, sondern bis zum 24.September um jede Stimme werben.

Bei den Hausbesuchen in Mühlen in Neumarkt hatte er freilich ein ausgesprochenes Heimspiel. In Neumarkt kennt der frühere Oberbürgermeister unglaublich viele Menschen persönlich, in seinem Heimatstadtteil dann auch die meisten mit Vornamen. Da musste er von seinen Mitarbeitern Regina Lindner und Luis Urban auch nicht groß vorgestellt werden.

Jeder Haustürbesuch endet mit der Übergabe eines "Infopaketes" mit Kandidatenflyer, Bayernplan und manchmal auch Hinweisen auf Veranstaltungen in der Nachbarschaft. In jedem Wahlkreis gibt es einen Wahlkampfmanager, der die Adressen ausgibt und die Teams organisiert, das Material disponiert und die Haustürbesuche digital verwaltet.