Alois Karl Bundestagsabgeordneter für Amberg-Sulzbach-Neumarkt


Vierspuriger Ausbau der B85 wird früher fertig

Seit etwa vier Wochen wird am vierspurigen Ausbau der B 85 zwischen den Einmündungen der Kreisstraßen bei Schafhof und Pittersberg im südlichen Landkreis Amberg-Sulzbach gearbeitet, ohne dass der laufende Verkehr über Gebühr eingeschränkt würde. Es ist mit der Ortsumgehung von Mühlhausen der zweite Bundesstraßen-Ausbau, den Bundestagsabgeordneter Alois Karl heuer in seinem Wahlkreis mit durchsetzen konnte.

Beim Ortstermin am Rande der Baustelle machte Henner Wasmuth Helmut Seebauer, dem Chef der Baufirma, die dort am Werkeln ist, ein dickes Kompliment. Die Arbeiten gingen zügiger voran als erwartet. Schon im Herbst, so Bauoberrat Stefan Noll, könnten die ersten Kubikmeter Asphalt aufgebracht werden. Mit Fertigstellung der 9,6 Millionen Euro teuren Ausbaustrecke sei Ende 2018 zu rechnen.

Die B 85 südlich von Amberg ist schon heute deutlich über dem Durchschnitt belastet. Bis 2030 werden dort täglich über 15000 Fahrzeuge erwartet, 2300 davon Laster. Derzeit herrsche, so Wasmuth, auf dem Abschnitt zwischen Ebermannsdorf und Pittersberg ein enormer Überholdruck, der häufig zu Unfällen oder zumindest brenzligen Situationen führe, weil oft dort überholt werde, wo es nur scheinbar möglich ist.

Das neue Gewerbegebiet hat Ebermannsdorfs Bürgermeister Josef Gilch vor allem im Sinn, weil er sich nun eine noch bessere Anbindung der Betriebe erhofft, die dort schon sind oder sich dort noch ansiedeln wollen.

Die Ausbaustrecke ist 2,6 Kilometer lang mit je acht Meter breiten Richtungsfahrbahnen. Die sind getrennt durch einen drei Meter breiten Mittelstreifen und eine Betongleitwand. So soll verhindert werden, dass Fahrzeuge in den Gegenverkehr rauschen, eine Unfallsituation die in vielen Fällen tödlich ausgeht.

 

Zukunftsmusik ist vorerst noch der dreistreifige Ausbau der B 85 bis nach Amberg. Darauf warten auch die in der Schweppermannkaserne stationierten Soldaten, deren Autos sich morgens bei Dienstantritt bis in die Bundesstraße hinein stauen. Irgendwann soll auch ein durchgängiger Radweg Amberg mit Schwandorf verbinden. Die Wirtschaftswege neben der Ausbaustrecke können schon ab Fertigstellung von den Radlern benutzt werden.

Ganz oben auf der Agenda von Henner Wasmuth steht der Umbau des unfallträchtigen Kreuzes der B 85 mit der Autobahn A 6 von Nürnberg nach Prag.

Eine Besonderheit, zumindest hier in Bayern werden Wildkatzen-Zäune beidseitig auf einer Länge von drei Kilometern. „Einen Wildschutzzaun“, erläuterte Stefan Noll, „der in der Erde versenkt werden muss, hätten wir auf jeden Fall gebraucht. Jetzt setzen wir eben noch ein überhängendes Teil drauf, das die seltenen Tiere daran hindert, den Zaun zu überklettern. Nicht schön, aber Gentests haben ergeben, dass die B 85 hier Wildkatzen-Reviere durchschneidet.“ Dass es dann neben der Straße ein wenig nach Justizvollzugsanstalt aussieht, nimmt man in Kauf.