Alois Karl Bundestagsabgeordneter für Amberg-Sulzbach-Neumarkt


Schnaittenbacher DNE microtechnology GmbH stellt Alois Karl in Berlin innovatives Analysegerät vor

Bund hat das Unternehmen bei der Entwicklung des Geräts zur raschen Erkennung von multiresistenten Keimen aktiv unterstützt

Bundestagsabgeordneter Alois Karl (r.) konnte sich von der Handlichkeit des Analysegeräts überzeugen, das ihn Norbert Kaspers von der Schnaittenbacher DNE microtechnology GmbH im Reichstagsgebäude erläuterte.

Berlin. Hunderttausende Menschen in Deutschland erkranken jährlich bei ihren Klinikaufenthalten durch antibiotika-resistente Keime (MRSA). In bis zu 40.000 Fällen enden diese Erkrankungen tödlich, in vielen anderen drohen der Verlust von Gliedmaßen oder andere gesundheitliche Einschränkungen. Abhilfe könnte hier durch ein sog. MRSA-Screening bei der Einlieferung von Patienten in Krankenhäuser geschaffen werden. Wird hier geprüft, ob der Patient diese MRSA in sich trägt. Ist dies der Fall, so wird er unter besonders hohen Hygienestandards behandelt bis keine Ansteckungsgefahr mehr von ihm ausgeht. Bislang verzichten viele Kliniken in Deutschland auf dieses MRSA-Screening, da bei einer traditionellen Klärung mittels eines Nasen-Abstrichs und der Ansetzung einer Kultur in einer Petrischale erst nach 24 Stunden feststeht, ob jemand den MRSA-Erreger in sich trägt oder nicht. An diesem Problem setzt das Analysegerät „Staphyfix“ an, das die Schnaittenbacher DNE microtechnology GmbH zusammen mit drei Partnern entwickelt hat.

„Mit unserem innovativen Analysegerät steht bereits nach 90 Minuten fest, ob jemand diese multiresistenten Keime in sich trägt. Damit kann das Krankenhaus bereits kurz nach der Einlieferung eines Patienten entscheiden, ob eine normale Behandlung ausreicht oder im Falle eines positiven MRSA-Tests besondere Hygienemaßnahmen und Behandlungen eingeleitet werden müssen. Das ist gut für den eingelieferten Patienten. Das ist aber auch gut für die Krankenhäuser und die Mitpatienten, da so der Einschleppung dieser multiresistenten Keime wirksam begegnet werden kann“, erläuterte Norbert Kaspers von der DNE GmbH seinen Wahlkreisabgeordneten Alois Karl, MdB. Zudem sei das Gerät einfach zu bedienen und könne künftig deutlich unter den Preisen aktueller Analyse-Geräte anderer Firmen produziert werden.

„Ich freue mich, dass wir mit Fördermittel des Bundes diese erfolgreiche Geräteentwicklung unterstützt haben. Jetzt gilt es den Schritt von einem Prototypen hin zur Massenproduktion und Verbreitung zu machen. Der Bedarf ist enorm. Schließlich sind diese MRSA eine der größten Herausforderungen in unserem Gesundheitswesen, da immer weniger Antibiotika zur Verfügung stehen, die diese Keime wirksam bekämpfen können“, verdeutliche Bundestagsabgeordneter Alois Karl. „Zudem stellt DNE einen Beleg dafür dar, wie innovativ gerade auch kleinere und mittelständische Unternehmen in unserer Region sind und sich so Zukunftsmärkte erschließen.“ Anlass für diese Begegnung im Reichstagsgebäude war die Teilnahme der DNE mit ihrem Analysegerät am 22. Innovationstag des Bundeswirtschaftsministeriums in Berlin. Dort präsentierten sich rund 200 Forschungs- und Entwicklungsprojekte aus ganz Deutschland.