Alois Karl Bundestagsabgeordneter für Amberg-Sulzbach-Neumarkt


Ostbayernrunde informiert sich bei der Bauunternehmung Max Bögl und der Benediktinerabtei Plankstetten

CSU-Bundestagsabgeordnete besuchen auf Einladung von Alois Karl den Landkreis Neumarkt

Sengenthal/Plankstetten. „Gemeinsam sind wir stärker“ lautet das Credo der CSU-Ostbayernrunde. In der Ostbayernrunde haben sich die CSU-Bundestagsabge­ordneten aus der Oberpfalz und aus Niederbayern zusammengeschlossen, um gemeinsam für die besonderen Anliegen Ostbayerns im Deutschen Bundestag zu kämpfen und sich gegenseitig zu unterstützen. Diese Zusammenarbeit erstreckt sich nicht nur auf gemeinsame Aktivitäten in Berlin, sondern auch auf gemeinsame Termine in der Region. Vor Ort diskutieren die Abgeordneten mit den Vertretern der heimischen Kommunalpolitik, der Wirtschaft oder der Kultur. Auf Einladung des Wahlkreisabgeordneten für Amberg-Sulzbach-Neumarkt, Alois Karl, MdB, besuchten die CSU-Bundestagsabgeordneten den Landkreis Neumarkt. „Ich freue mich, dass dies schon der dritte Vor-Ort-Termin der Ostbayernrunde in meinem Wahlkreis ist. Als Ostbayernrunde betreuen wir ein Gebiet, das mehr als achtmal so groß ist wie das Saarland. Auch bei der Einwohnerzahl übertreffen wir viele Bundesländer, z.B. Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen, Brandenburg oder das Saarland bei weitem“, sagte Alois Karl beim Eintreffen der CSU-Bundestagsabgeordneten bei der Firma Max Bögl in Sengenthal.

Nach einer Einführung läuterte Geschäftsführer Johann Bögl (3.v.r.) seinen Besuchern MdB Barbara Lanzinger, MdB Reiner Meier, MdB Florian Oßner, MdB Alois Karl und MdB Karl Holmeier (v.l.), wie im Werk Neumarkt diese Hybrid-Mastkomponenten für Windkraftanlagen produziert werden.

Die Firma Max Bögl ist nicht nur das größte familiengeführte Bauunternehmen Deutschlands, sondern geht mit vielen innovativen Ansätzen neue Wege im Bausektor. „Deutschland ist kein Billiglohnland. Deshalb ist es gerade in der Baubranche wichtig, dass wir mit unseren 6.000 Mitarbeitern neue Lösungen für aktuelle Herausforderungen entwickeln. Aktuell bauen wir direkt neben dem Werkgelände eine Brücke über eine Bundesstraße, die aufgrund des neuen Verfahrens eine deutliche Verringerung der Bauzeiten gegenüber den Standardverfahren ermöglichen wird. Das ist gerade in Hinblick auf die vielen Brücken, die in den nächsten Jahren ersetzt werden müssen, von hoher Bedeutung“, berichtete der Geschäftsführer Hans Bögl. „Bei unserem Verfahren bilden einzelne im Werk vorgefertigte Platten aus hochfestem Beton aufgelegt auf zwei Stahlträgern den Überbau. Der hochfeste Beton ermöglicht, dass die Betonplatten ohne weitere Maßnahmen direkt vom Verkehr befahren werden können. Eine Asphaltierung ist nicht erforderlich. Das spart viel Zeit.“

Aber auch im Bereich der Windkraft setzt die Firmengruppe Max Bögl Maßstäbe. So hat das Unternehmen ein Verfahren für Windkrafttürme in Beton-Metall-Hybridbau­weise aus Spannbeton und Stahl entwickelt. „Wir fertigen hier in Neumarkt und in einem Werk in Norddeutschland jeweils Bauteile mit extrem geringen Toleranzen. Diese Segmente liefern wir dann mittels LKW an die zukünftigen Windkraftstandorte. Dort werden sie mit einem von uns ausgeklügelten Kransystem auf einen Betonsockel zu einem Turm zusammengesetzt. Der Platzbedarf für die Aufstellung dieser Anlagen ist deutlich geringer als bei normalen Windkraftanlagen. Durch unsere Verfahren entstehen zudem Türme, die deutlich belastbarer sind als konventionelle Systeme. Damit können Windräder stetiger Strom erzeugen, als dies bei vergleichbaren Anlagen möglich ist. Zugleich erproben wir gerade in Baden-Württemberg ein Verfahren, wo wir Windstrom mittels eines Pumpspeicherkonzept speicherbar machen. Damit kann Windstrom nicht nur dann eingespeist werden, wenn gerade viel Wind geht, sondern kann später bedarfsgerecht ins Netz abgegeben werden“, berichtete Hans Bögl.

„Für uns waren dies sehr interessante Innovationen. Schließlich will jeder von uns die Belastung der Bürger durch Stromtrassen in Folge der Energiewende möglichst gering halten. Zugleich könnte eine verbesserte Speicherung von Windstrom auch die Haushalte der Bürger und Unternehmen entlasten. Daher hoffen wir darauf, dass, wie angedacht, ein solches Pilotprojekt zur Zwischenspeicherung von Windstrom in unseres Heimat realisiert werden kann und wir bald positive Ergebnisse erhalten“, betonte CSU-Bundestagsabgeordneter Alois Karl. Ähnlich positiv wurde der Ansatz gesehen, die Bauzeiten für Brücken deutlich verkürzen zu können. „Jeder von uns ist viel unterwegs und weiß daher, wie problematisch Dauerbaustellen sind. Hier gibt es mehr Unfälle, häufig Staus und die Menschen an den Ausweichrouten werden stark belastet. Trotzdem wollen und werden wir in den nächsten Jahren deutlich über eine Milliarde Euro in Sanierung der Brücken investieren müssen. Es wäre positiv, wenn durch derartige Verfahren diese Investitionen schneller zu einer Verbesserung für die Autofahrer führen könnten.“

Die CSU-Bundestagsabgeordneten Alois Karl, Florian Oßner, Reiner Meier, Barbara Lanzinger und Karl Holmeier (v.l.) ließen sich von Abt Dr. Beda Maria Sonnenberg (3.v.l.) informieren, wie die Klosteranlage der Benediktiner saniert und weiterentwickelt wird.

Nach einem Mittagessen im Brauerei-Gasthof Winkler in der Berchinger Altstadt besuchten die CSU-Bundestagsabgeordneten noch die Benediktinerabtei Plankstetten. Zunächst erläuterte Abt Dr. Beda Maria Sonnenberg die bereits abgeschlossenen Bauabschnitte, mit denen bereits rund 24 Millionen Euro für die Sanierung der Klosteranlage investiert wurden. Auch mit Bundesmitteln in Millionenhöhe konnte so in den letzten 16 Jahren deutliche Verbesserungen erzielt werden. Jetzt steht der dritte Bauabschnitt mit weiteren hohen Investitionssummen an. „Ganz wichtig war, dass es gelungen ist, die Benediktinerabtei Plankstetten in die Reihe der `Baudenkmäler von nationaler Bedeutung´ einzubringen“, führte Alois Karl aus. Plankstetten ist ein Kristallisationspunkt, der weit über Ostbayern hinausstrahlt. Gerade wir Bayern sind uns bewusst, wie wichtig auch die Kultur für unser Land nach innen und nach außen ist. Deshalb war es wichtig, dass sich meine Kollegen und ich vor Ort einen Eindruck verschaffen konnten, wie dieses bedeutende kulturelle Erbe erhalten und weiterentwickelt werden kann“, begründete Alois Karl diesen Besuch der CSU-Bundestagsabgeordneten.