Alois Karl Bundestagsabgeordneter für Amberg-Sulzbach-Neumarkt


Alois Karl: Bundestagsstipendium für ein 1 Jahr in den USA ist tolles Angebot an Jugendliche

Alois Karl verabschiedet USA-Stipendiatin Verena Häring in die USA – ehemalige Stipendiatin Katrin Tischner berichtet von ihren Eindrücken

Ex-PPP-Stipendiatin Katrin Tischner, Bundestagsabgeordneter Alois Karl und die aktuelle PPP-Stipendiatin Verena Häring (v.l.) trafen sich in Neumarkt und sprachen über ihre Erfahrungen und Erwartungen zum Parlamentarischen Patenschaftsprogramm (PPP) des Deutschen Bundestages und des US-Kongresses.

Neumarkt. In kürze wird die Neumarkter Schülerin Verena Häring für knapp 1 Jahr in die USA reisen. Ermöglicht wird ihr das durch ein Stipendium des Parlamentarischen Patenschaftsprogramm (PPP) für das sie Bundestagsabgeordneter Alois Karl nominiert hatte. Zu dieser Verabschiedung im ehemaligen Neumarkter Stadtcafe hatte der Wahlkreisabgeordnete für Amberg-Sulzbach-Neumarkt, Alois Karl auch Katrin Tischner eingeladen. Die junge berufstätige Neumarkterin hatte im Rahmen des PPP 2013/2104 für ein Jahr die USA kennen gelernt und konnte über ihre Erfahrungen und Eindrücke berichten.

„1983 haben der US-Kongress und der Deutsche Bundestag vereinbart ein Stipendienprogramm speziell für Schüler und junge Berufstätige zu starten. Es soll den jungen Menschen ermöglichen, ein Jahr das Partnerland und seine Bürger kennen zu lernen und so die deutsch-amerikanischen Beziehungen zu verfestigen. Die Schüler nehmen am regulären Schulunterricht teil. Die jungen Berufstätigen lernen den Arbeitsalltag kennen. Mir ist dieser interkulturelle Austausch sehr wichtig. Deshalb bewerbe ich mich jedes Jahr darum, zumindest einen der rund 350 jungen Deutschen für das Stipendium nominieren zu dürfen“, berichtet Bundestagsabgeordneter Alois Karl. „Zunächst rufe ich immer auf, sich für das PPP zu bewerben und die Bewerbungsunterlagen in meinen Bürgerbüros in Neumarkt in der Hallertorstr. 16 bzw. in Amberg in der Schlachthausstr. 16 abzuholen. Die Bewerbungen werden bei der jeweiligen Austauschorganisation geprüft. Die am besten geeigneten Bewerber können sich dort in einem Auswahlverfahren durchsetzen. Die Abgeordneten, die eine Nominierung vornehmen dürfen, erhalten dann 3 bis 4 Vorschläge. Sie legen dann eine verbindliche Reihenfolge fest. Ich mache mir diese Entscheidung nicht einfach und führe ganz bewusst circa einstündige Gespräche mit Bewerbern. Dabei verschaffe ich mir einen Eindruck von der Persönlichkeit des Bewerbers. Dies ist auch deshalb so wichtig, weil es nicht nur um einen einjährigen Aufenthalt geht, sondern die PPP-Stipendiaten auch immer ein Stück Botschafter Deutschlands in den USA sind. Die Entscheidung für einen Bewerber ist nicht immer einfach, da meist alle sehr gut geeignet wären. In manchen Fällen ermuntere ich den auf Platz 2 zu setzenden Bewerber, sich im nächsten Jahr neu zu bewerben, da ich ihn ebenfalls für bestens geeignet halte. Frau Tischner ist so ein Fall, wo ich mich zwischen zwei bestens geeigneten Bewerbern entscheiden musste.

Nach der Nominierung folgen dann noch weitere Vorbereitungskurse bevor es Anfang August in die USA zu einer Gastfamilie geht. Ich freue mich besonders, wenn ich während des USA-Aufenthaltes immer wieder einmal eine Rückmeldung meines Stipendiaten erhalte.“

Verena Häring wird am 14. August in die USA zu ihrer Gastfamilie in die Nähe von Chicago/Illinois reisen. Sie steht bereits gut einen Monat in einem intensiven Kontakt mit ihrer künftigen Gastfamilie und freut sich besonders darauf, ihre 13 bzw. 14-jährigen Gastgeschwister kennen zu lernen.

„Es wird sicher eine erhebliche Umstellung sein. So konnte ich bislang an das Willibald-Gluck-Gymnasium radeln. Künftig werde ich rund 1 Stunde mit dem Bus unterwegs sein um an die High-School zu kommen. Ich war auch noch nie so lange von meiner Familie und meinen Freunden getrennt. Sicherlich werde ich das eine oder andere Mal auch Heimweh haben. Trotzdem freue mich darauf, über das Stipendium viel Lebenserfahrung sammeln zu können und einen anderen Zugang zur englischen Sprache zu erhalten“, hofft Verena Häring. „Noch ist es für mich ziemlich unwirklich, dass ich in wenigen Wochen für so lange Zeit im Ausland sein werde. Die Koffer sind noch nicht gepackt, die Vorbereitungen noch nicht abgeschlossen. Zugleich merke ich, dass mit dem näher rückenden Abreisetag eine leichte Nervosität aufkommt.“ Angesprochen auf die Reaktionen von Schule, Mitschülern und Freunden berichtet die 16-jährige Verena Häring, dass diese teilweise sehr unterschiedlich sind. Manche seien regelrecht begeistert, fast alle wünschten ihr alles Gute, manche geben aber auch zu, dass sie sich selbst nicht zutrauen würden für so lange ins Ausland zu gehen.

Diese Reaktionen bestätigte auch Katrin Tischner, die eine sehr positive Bilanz ihres USA-Aufenthalts zog. „Ein Jahr USA war für mich eine komplett neue Erfahrung. Es hat mich offener gemacht. Ich habe zusätzliches Selbstvertrauen gewonnen und kann nur jedem empfehlen sich für das PPP zu bewerben. Es war eine wirkliche Bereicherung mich und hat meine Erwartungen weit übertroffen“, sagte die Neumarkterin. „Obwohl ich damals bereits 24 Jahre alt war und nach meiner Ausbildung und dreijährigen Berufstätigkeit bei Europoles schon einiges an Erfahrung mitgebracht hatte, war in der ersten Zeit in den USA fast alles neu und organisatorisch fordernd. Ich hatte glücklicherweise in Albuquerque/New Mexico sehr nette Gasteltern, die seit vielen Jahren Erfahrung mit Gastkindern hatten, und ein Umfeld, das mir gerne geholfen hat. Ich konnte für ein halbes Jahr das Leben an einer Universität kennenlernen, bevor ich in US-Betrieben gearbeitet habe. Am meisten vermisst habe ich meine Freunde, meine Familie, das deutsche Essen und insbesondere das bayerische Brot. Ich habe eigentlich selten Heimweh gehabt, da ich über Skype und die anderen Kommunikationswege den Kontakt mit meiner Familie und meinen deutschen Freunden gepflegt habe. Natürlich sind gerade Geburtstage oder auch Weihnachten fern der Heimat nicht einfach. Andererseits ist es schon etwas Besonderes in einer US-Familie amerikanische X-mas mitfeiern zu können. Zudem habe ich in den USA neue Freunde gefunden mit denen ich viel unternehmen konnte. Wir waren viel unterwegs und so habe ich auch mit einer Freundin sogar den neuen Wohnort von Verena Häring schon besuchen können. Bei meinem USA-Aufenthalt habe ich viel mit den Menschen gesprochen und einige der Deutschland-Klischees, die dort verbreitet sind, richtig stellen können. Zugleich habe viel positive Rückmeldungen erhalten. Sehr viele Amerikaner haben mich darauf angesprochen, dass sie deutsche Wurzeln haben und wollten viel über das aktuelle Deutschland erfahren. Heute merke ich, dass es genau dieser Dialog war, der mich nach vorne gebracht hat. Ich freue mich stets, wenn ich jemanden Englisch sprechen höre und mit ihm einen Dialog führen kann. Das nutzt mir auch bei meiner heutigen Tätigkeit bei Rail.One, wo ich zwei Wochen nach meiner Rückkehr aus den USA zu arbeiten angefangen habe.“

Mehr zur Bewerbung für das PPP 2016/2017 können interessierte Jugendliche in den Bürgerbüros von Alois Karl in Amberg und Neumarkt erfahren. Infos gibt es auch online unter www.bundestag.de/ppp.