Alois Karl Bundestagsabgeordneter für Amberg-Sulzbach-Neumarkt


MdB Karl: Vom Vorhandensein von über 1.600 Tonnen Gold überzeugt

 

Anders als im Bode-Museum in Berlin, ist bei der Deutschen Bundesbank in Frankfurt alles Gold noch da, wo es sein soll. Davon konnte sich Bundestagsabgeordneter Alois Karl überzeugen. Ansehen und Anfassen war erlaubt, mitnehmen freilich nicht.

Der Haushaltsausschuss, dem Alois Karl seit Jahren angehört, hielt auf Einladung der Deutschen Bundesbank seine jüngste Sitzung in den Räumlichkeiten des Geldinstituts ab.

Nachdem die Routinetagesordnungspunkte abgearbeitet waren, gesellten sich der Präsident der Deutschen Bundesbank, Dr. Jens Weidmann und weitere Direktionsmitglieder zu der Runde. In der mehr als zweistündigen Diskussion wurden insbesondere die Auswirkungen des Brexits auf die deutsche Wirtschaft erörtert. Auch die „Politik des leichten Geldes“ von Mario Draghi wurde kritisch unter die Lupe genommen.

Das sehr günstige Geld habe - entgegen mancher Skepsis – doch positive wirtschaftliche Entwicklungen angestoßen. Griechenland mache auch hier allerdings eine Ausnahme. Aber die anderen schwächeren Europartner, Italien, Spanien, Portugal und andere verzeichneten teilweise starke Wirtschaftsaufschwünge mit sich vermindernden Arbeitslosenzahlen.

Weidmann plädierte dafür, dass die Abkehr vom billigen Geld und damit wieder das Ansteigen von Zinsen sanft eingeleitet werden müsse, um zum Jahreswechsel 2017/2018 eine Trendwende einzuläuten.

Eindrucksvoll war die Besichtigung des „Goldschatzes“ der Deutschen Bundesbank. In großen unterirdischen Kammern, intensiv abgeschirmt und geschützt, liegt hier ein Großteil des deutschen Goldes.

Alois Karl und seine Kollegen des Haushaltsausschusses waren beeindruckt von den dort lagernden 130.000 Goldbarren, jeder 12,5 Kilogramm schwer. Exakt sind es 1619 Tonnen Gold, die zum Teil in den letzten Monaten erst von New York und von Paris zurückgeführt worden sind. Etwa die gleiche Menge des in Frankfurt gelagerten Goldes ist zu Handelszwecken weiterhin in New York gebunkert. Denn dort finden die weltweit großen Goldgeschäfte statt.

In der öffentlichen Diskussion in Deutschland war der Wunsch der Bevölkerung zu verspüren, die Goldreserven „nachhause“ zu holen. Nach der Auslagerung von Wertpapieren waren Kapazitäten in Frankfurt frei, um den Goldschatz tatsächlich nach Deutschland zu bringen. Im Übrigen: Deutschland nennt mehr Gold pro Kopf als die USA sein Eigen, auch wenn die Vereinigten Staaten mit etwa 8.000 Tonnen mehr als das Doppelte der BRD in Fort Knox und anderswo sicher hütet. Gold wurde schon im Deutschen Reich als Handelsware genutzt. Die ältesten Goldbarren in Frankfurt datieren aus dem Jahr 1913, damals Gold des Zaren aus Russland.

Jedes Mitglied des Haushaltsausschusses durfte einen Goldbarren in die Hand nehmen „Ein ganz besonderes Gefühl“, gestand Alois Karl nachher. „Schade nur“, sagte er augenzwinkernd, „dass sich die Goldhüter in Frankfurt sehr knauserig zeigten. Nichts war es mit einem Mitbringsel für den eigenen Wahlkreis. Da war für die Haushälter nichts zu machen!“

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