Alois Karl Bundestagsabgeordneter für Amberg-Sulzbach-Neumarkt


MdB Karl: Leopoldkaserne wird bis Ende 2018 genutzt

Doch nochmal eine Schonfrist, bevor der historische Militärstandort Amberg nach 300 Jahren Geschichte ist. Nicht schon 2017 sondern erst Ende 2018 wird der Stab der Panzerbrigade 12 Oberpfalz voraussichtlich von der Vils nach Cham verlegt, die Leopoldkaserne in Amberg geschlossen.

Das teilte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium Ralf Brauksiepe Wahlkreisabgeordnetem Alois Karl (CSU) persönlich mit. Dessen zahlreiche Bemühungen und Aktivitäten, im Rahmen der Bundeswehrreform möglichst viele Dienststellen im Wahlkreis zu behalten, haben sich wenigstens für Kümmersbruck ausgezahlt. Das Logistikbataillon 472 bleibt dort in der Schweppermannkaserne.

Neben der Leopoldkaserne hat derzeit noch ein Bundeswehrdienstleistungszentrum in Amberg seinen Hauptsitz.

In der früheren Kaiser-Wilhelm-Kaserne, von den Ambergern und den zahlreichen Männern, die dort ihren Wehrdienst absolvierten, militärisch knapp KWK genannt, ist längst die Fachhochschule eingezogen, die Möhlkaserne hatten nach dem Zweiten Weltkrieg die Amerikaner übernommen. Die sind inzwischen ebenfalls längst abgezogen. Auch das Bundeswehr-Krankenhaus existiert nicht mehr.

Der Anfang der Garnison Amberg lässt sich offiziell auf den Einmarsch von drei bayerischen Kompanien am 6. März 1715 durchs Vilstor in die Stadt datieren. Es fehlen zwar noch die Nachweise, aber vermutlich war die stark befestigte Stadt schon vorher Garnison.