Alois Karl Bundestagsabgeordneter für Amberg-Sulzbach-Neumarkt


MdB Karl im Dialog mit Oberpfälzer Gautrachtenverband West

MdB Alois Karl mit der Besuchergruppe des Oberpfälzer Gautrachtenverbandes West

Am Tag des Mauerfalls vor 26 Jahren war eine Abordnung der Trachtenvereine Gauverband Oberpfalz West mit Teilnehmern aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach, der Stadt Amberg und dem Landkreis Neumarkt unter Leitung von Willi Sossau auf Einladung des Wahlkreisabgeordneten MdB Alois Karl nach Berlin gekommen. Im Berliner Reichstagsgebäude erinnerte Alois Karl daran, dass von 1961 bis 1989 mehr als tausend Menschen den Versuch, von einem Teil Deutschlands in den anderen zu kommen, mit dem Leben bezahlt haben. Viele wurden verletzt oder dafür in DDR-Zuchthäusern eingesperrt. Es sei die historische Leistung von Helmut Kohl, dass diese unmenschliche Grenze verschwunden ist.

„Ich habe“, erzählte Alois Karl, „noch am 23. Mai 1989 mit meinem Vater anlässlich des 40. Jahrestags des In-kraft-Tretens des Grundgesetzes Berlin besucht. Wir haben die Grenze bei Rudolphstein „erfahren“ dürfen und sind nach dem Festakt gemeinsam an der Mauer wenige Meter vom Brandenburger Tor gestanden und haben uns gefragt: Werden wir den Fall der Mauer noch erleben? Werden es unsere Kinder bzw. Enkelkinder erleben, dass die Spaltung Europas und der Welt überwunden wird?“

Zu aktuellen Lage erläuterte der MdB, dass der Bund mehr Geld einnehme, als er ausgebe.

Die Arbeitslosenquote sei so niedrig wie noch nie seit der Deutschen Wiedervereinigung. In den Landkreisen Amberg-Sulzbach und Neumarkt herrsche sogar Vollbeschäftigung.

„Während in anderen EU-Staaten teilweise bis zu 50 Prozent der Jugendlichen ohne Job sind, hat bei uns nahezu jeder junge Mensch einen Ausbildungsplatz bekommen, wenn er eine Lehrstelle gesucht hat. In den Arbeitsamtsbezirken Regensburg und Schwandorf waren zum 31. Oktober insgesamt noch 18 Bewerber unversorgt, während es zugleich noch 1.318 unbesetzte Lehrstellen gab.“

Auch Rentner hätten teil an der positiven Entwicklung und können sich 2016 auf den stärksten Rentenanstieg seit vielen Jahren freuen. Das sei nur gerecht.

Griechenland bleibt für Alois Karl ein Sorgenkind. „Die jüngsten Gespräche zeigten, dass meine Bedenken über die zuverlässige Erfüllung der Auflagen berechtigt waren. Genau wegen dieser Bedenken hatte ich dagegen gestimmt, dass Griechenland zuletzt 87 Milliarden Euro an ESM-Geldern erhalten hat.“

Die Besucher sprachen den Abgeordneten natürlich auch zum Thema Flüchtlinge an. Es ist sehr wichtig, auf der einen Seite die Ursachen für den aktuellen Flüchtlingsstrom zu bekämpfen. Insgesamt werde die Bundesrepublik mehr als eine Milliarde Euro für humanitäre Hilfe und Krisenprävention bereitstellen. 

Zugleich wird im Inland massiv Personal aufgestockt. Die Stellen beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge werden bezogen auf 2013 mehr als verdreifacht auf deutlich über 6.000. Dazu kommen 3000 zusätzliche Stellen bei der Bundespolizei. Der Bund stellt Milliardenzuschüsse für Länder und Gemeinden für die Sonderlasten durch den massiven Flüchtlingszustrom bereit.