Alois Karl Bundestagsabgeordneter für Amberg-Sulzbach-Neumarkt


MdB Karl: Gute Nachrichten für Velburg, Parsberg und Freystadt

NEUMARKT – Rund die Hälfte der Mittel, die aus dem Zentrenprogramm der Städtebauförderung heuer in die Oberpfalz fließen, rechnet MdB Alois Karl mit großer Zufriedenheit vor, kommt seinem Wahlkreis, den drei Städten Velburg, Parsberg und Freystadt im Landkreis Neumarkt zugute. Aber Alois Karl war nicht nur der willkommene Überbringer der guten Nachricht, als er den Bürgermeistern einen Besuch abstattete.

Das auch, aber Abgeordnete wie er, mit kommunalpolitischer Vergangenheit, die wissen, wo die Städte und Gemeinden der Schuh drückt, waren dafür verantwortlich, dass der Etat für die Städtebauförderung nicht abgeschmolzen, sondern vielmehr auf 700 Millionen Euro aufgestockt wurde.

Aus dem Bund-Länder-Zentrenprogramm hat Freystadt heuer Zugriff auf insgesamt 900.000 Euro. Je ein Drittel steuern der Bund und das Land bei, ein weiteres Drittel ist Eigenfinanzierung der Kommune. „Wir leisten hier sozusagen Hilfe zur Selbsthilfe“, meint Alois Karl und hebt deshalb die Anstrengungen der Bürgermeister und Stadträte hervor, die ihren Teil leisten müssten. „Die Tüchtigen werden belohnt“.

Freystadt bekommt 2016 die höchste Förderung aus diesem Programm in der ganzen Oberpfalz. Und Bürgermeister Alexander Dorr braucht auch nicht lange überlegen um die Frage nach dem „Wohin mit dem Geld“ zu beantworten. Der Blick aus dem Fenster seines Amtszimmers fällt auf die bröcklige Fassade des so genannten Sessler-Hauses (Marktstraße 35). Das hat ein Freystädter Geschäftsmann erworben und der kann die „unrentierlichen Mehraufwendungen“, die eine gute Sanierung mit sich bringt, bei der Stadt zur Förderung geltend machen.

Die Stadt selbst hat das ehemalige BayWa-Lagerhaus erworben und wird mit Mitteln aus der Städtebauförderung das Areal umgestalten. Im Visier sind auch die vier leer stehenden Häuschen an der Allersberger Straße.

Seit 2009, das Jahr in dem das elf Hektar große Altstadtgebiet Freystadts aus den Töpfen der Städtebauförderung bedient wurde, sind weit über sieben Millionen Euro an Städtebaumitteln geflossen. Man darf davon ausgehen, dass das Investitionen von rund 56 Millionen Euro erst möglich gemacht hat.

Bereits seit 1988 ist die 18,5 Hektar große Altstadt von Parsberg drin im Verfahren Städtebauförderung. Mit den über 6,8 Millionen an Fördermitteln, die bis einschließlich 2016 geflossen sind, wurden beachtliche Investitionen ausgelöst. Man rechnet mit 54 Millionen Euro. Heuer bekommt Parsberg aus dem Zentrenprogramm 600.000 Euro, 200.000 Euro stammen vom Bund. Bürgermeister Josef Bauer und sein Stellvertreter Hans-Jürgen Hopf luden Bundestagsabgeordneten Alois Karl zu einem kurzen Spaziergang auf den Burgberg ein, wo noch am Wochenende das „Spectaculum Nordgavia“ 20.000 Besucher angelockt hatte. Mit Mitteln aus der Städtebauförderung wird der Hang unterhalb der historischen Kapelle, der 70 Jahre sich selbst überlassen worden war, wieder zu einem ansehnlichen Park mit einladendem Wegenetz umgestaltet.

Die gut 16 Hektar große Altstadt Velburgs ist seit 2009 Sanierungsgebiet und profitiert seitdem von der Städtebauförderung. Bis zum heutigen Tag sind in diesem Rahmen insgesamt mehr als 10,1 Millionen Euro an Städtebaumitteln von Bund und Land Bayern nach Velburg geflossen. Das hat geschätzte Investitionen von 26 Millionen Euro los getreten.

Heuer bekommt Velburg 480.000 Euro aus dem Programm „Soziale Stadt“. Ein Drittel der Fördersumme steuert der Bund bei, den Rest der Freistaat und die Kommune. Bürgermeister Bernhard Kraus ist dankbar, dass die Stadt trotz der Anforderungen die eine Flächengemeinde mit sich bringt, in der Lage ist, Fördermittel zu beantragen und die Eigenleistung stemmen zu können. Da habe sich in vielen Kommunen im Landkreis in den letzten Jahren einiges zum Besseren gewendet, ist er sich mit MdB Alois Karl einig.

Es wurde schon Erstaunliches geleistet in der Stadt Velburg mit dem einmaligen historischen Ensemble, aber es warten auch noch reichlich Ecken auf die gestalterische Hand. Kraus führte den Gast in die Untere Gasse, wo das „Burnicklhaus“ zeigt, wie gelungene Altstadtsanierung aussehen kann. Der Verlauf der ehemaligen Stadtmauer wurde dort kenntlich gemacht. Kraus schwebt vor, das Haus gegenüber abzubrechen, einen Neubau errichten zu lassen, wieder eine Gasse entstehen zu lassen, die zu Velburgs Altstadt passt.