Alois Karl Bundestagsabgeordneter für Amberg-Sulzbach-Neumarkt


MdB Karl: Deutsches Einstein-Programm kann mit 2.500 zusätzlichen Stipendien für Flüchtlinge Hilfe zum Wideraufbau in Krisengebieten leisten

MdB Alois Karl setzt sich vehement dafür ein, die Fluchtursachen dort zu bekämpfen, wo sie entstehen. Deshalb begrüßt er das Einstein-Programm des Auswärtigen Amtes, das an Flüchtlinge heimatnahe Stipendien vergibt.
Das ist genau die Linie, sagt Bundestagsabgeordneter Alois Karl, die ich vehement vertrete: den Flüchtlingen in ihrer Heimat oder nahe ihrer Heimat Perspektiven zu bieten, damit sie eines hoffentlich baldigen Tages beim Wiederaufbau des eigenen Landes mithelfen können. Deshalb begrüßt er sehr, dass das Auswärtige Amt, für das er als Berichterstatter im Haushaltsausschuss sitzt, die Deutsche Akademische Flüchtlingshilfe Albert Einstein (DAFI) beim UN-Flüchtlingskommissariat (UNHCR) mit 2.500 zusätzlichen Stipendien unterstützt. Das DAFI-Programm ermöglicht anerkannten Flüchtlingen in ihren Erstaufnahmeländern den Zugang zu einem Hochschulstudium.
Von den neuen Studienbeihilfen werden vor allem syrische Flüchtlinge in den Nachbarländern Syriens profitieren: bis zu 1.000 Stipendien werden in der Türkei vergeben, weitere 700 stehen für Flüchtlinge in Jordanien, Libanon, Ägypten und im Nordirak zur Verfügung.

Im sechsten Jahr des Syrienkonflikts hat sich die Situation vor allem für junge Syrer verschärft, die im Exil kaum Bildungsmöglichkeiten haben. Während vor dem Krieg 20 Prozent der 18- bis 24-Jährigen Syrer studierten, liegt dieser Anteil unter syrischen Flüchtlingen dieser Altersgruppe bei nur vier Prozent.
Subsahara-Afrika steht schon lange im Fokus des DAFI-Programms. So werden rund 500 Flüchtlinge aus Somalia, dem Kongo und aus dem Sudan in zwölf ost- und südafrikanischen Ländern ein Studium zum Wintersemester 2016/17 aufnehmen können.

Seit vielen Jahren unterstützt DAFI auch afghanische Flüchtlinge. Insgesamt werden 300 Stipendien an Afghanen vergeben, die in Iran, Pakistan und Indien leben.
Deutschland nimmt mit seinem Engagement für die Hochschulbildung von Flüchtlingen international eine Vorreiterrolle ein. Seit 1992 konnte UNHCR mithilfe des Auswärtigen Amtes über das DAFI-Programm mehr als 8.000 Flüchtlingen weltweit ein Hochschulstudium oder eine Ausbildung an einer äquivalenten Institution ermöglichen.
Mehr zu DAFI unter: 
http://www.unhcr.de/unhcr/dafi.html