Alois Karl Bundestagsabgeordneter für Amberg-Sulzbach-Neumarkt


In die Schweppermannkaserne wird kräftig investiert

Die Bundeswehr ist längst keine reine Männerdomäne mehr. Und so hatte Julia Obermeier auch keine Berührungsängste. Doch als Kavalier der alten Schule begleitete Bundestagsabgeordneter Alois Karl seine junge Kollegin aus dem Verteidigungsausschuss beim Besuch in der Schweppermann-Kaserne in Kümmersbruck bei Amberg. In einem Zehn-Augen-Gespräch, an dem auch Kümmersbrucks Bürgermeister Roland Strehl teil nahm, waren sich die Abgeordneten, der Kommandeur des Logistik-Bataillons 472, Oberstleutnant Alexander Kolb und sein Stellvertreter, Oberstleutnant Burkhardt einig in der positiven Beurteilung der neuen Strukturen der Inneren Führung der Armee. Angesprochen wurden auch die Untersuchungen in den Kasernen auf rechtsradikale Symbole. Die Ergebnisse seien glücklicherweise dürftig gewesen. Thema war auch die hohe Inanspruchnahme der in Kümmersbruck stationierten Soldaten. Es sei, so Alexander Kolb, kaum einer darunter, der nicht schon in Afghanistan oder im Kosovo im Einsatz gewesen sei. Julia Obermeier sprach tagesaktuell die angespannten Beziehungen zum Nato-Partner Türkei an. Sie wäre eine der Abgeordneten gewesen, die die in Konya eingesetzten Bundeswehrsoldaten besuchen wollten und denen das Recht von der türkischen Regierung verweigert worden war.

Ganz konkret ging es bei dem Besuch der Abgeordneten auch um die laufenden und geplanten Um- , Aus- und Neubauten in der im Jahr 1958 gebauten Kaserne. In den nächsten zehn bis 15 Jahren sind dafür Mittel von 112,5 Millionen Euro vorgesehen. Ein Schwerpunkt ist die Trennung von Logistik und Sanitätseinrichtungen. Dort ist ein Facharztbereich vorgesehen. Die Waffenkammer wird neu und zentral gebaut. Das entlastet die Mannschaft, die bisher verschiedene Standorte bewachen muss.