Alois Karl Bundestagsabgeordneter für Amberg-Sulzbach-Neumarkt


Halbierung des Schienenlärms kommt

Die Nachbarn der Eisenbahnstrecke Nürnberg – Regensburg in Postbauer-Heng, Neumarkt Pölling und Woffenbach, Sengenthal, Deining, Seubersdorf  und in Parsberg dürfen aufatmen. So erfreulich der Fall des Eisernen Vorhangs war, die Menschen, die an den Autobahnen und vor allem Eisenbahnlinien wohnen, die gen Osten führen, bekommen leidvoll das ungeheuer gestiegene Verkehrsaufkommen zu spüren und leider auch die technischen Defizite vieler Güterwaggons aus den Nachbarländern des früheren Ostblocks.

Bundestagsabgeordneter Alois Karl bemüht sich seit Jahren um eine Milderung der Belastungen auf der Strecke von Nürnberg nach Regensburg, die mitten durch seinen Wahlkreis führt. Und nun kann er von einem „guten Tag für Anwohner und Güterbahnen“ sprechen. Das Verbot, ab Ende 2020 laute Waggons auf dem deutschen Netz zu betreiben, kommt. Mit dem Beschluss des Gesetzes hat der Bundesrat den Weg frei gemacht für eine Halbierung des Schienenlärms in Deutschland. Die Betreiber von Güterwaggons müssen ihre alten Fahrzeuge entweder auf leise Bremstechnologie umrüsten oder durch neue, leise Wagen ersetzen. Die Krawallmacher dürfen aus europarechtlichen Gründen ab 2020 nur noch über die Schienen schleichen, doch das dürfte unwirtschaftlich für die Betreiber sein. Laut dem Netzwerk Europäischer Eisenbahnen sei der steigende Anteil deutlich leiserer Fahrzeuge im Güterverkehr schon unüberhörbar.

Alois Karl war es erst jüngst gelungen, der Autobahndirektion eine Verbesserung der Situation für die Bewohner des Neumarkter Ortsteils Rödelberg abzuringen. Flüsterasphalt und Betongleitwände entlang der A 3 in diesem Bereich sorgen für eine deutliche Minderung des Verkehrslärms. Und auch bei der Bahn will Alois Karl dran bleiben. Mit dem Verbot lauter Waggons sei es noch nicht getan, aber es ist ein weiterer wichtiger Schritt beim Lärmschutz, nachdem er sich bereits erfolgreich dafür eingesetzt hat, dass schon heute laute Güterzüge höhere Trassenentgelte auslösen und der Bundestag Zuschüsse in dreistelliger Millionenhöhe für die Umrüstung auf leisere Bremsen bewilligt hat. Jetzt gelte es für weitere Maßnahmen zur Lärmminderung in der Region eintreten, betonte Alois Karl.