Alois Karl Bundestagsabgeordneter für Amberg-Sulzbach-Neumarkt


Gespräch mit Vertretern der Landwirtschaft

MdB Alois Karl gestand, er habe viel mitgenommen aus dem Gespräch mit Vertretern der Landwirtschaft in seinem Wahlkreis. Umgekehrt erfuhren diese, dass sie bei ihren Anliegen beim Abgeordneten und der CSU gut aufgehoben sind. „Denn“ so Karl, „wir wissen besser als jede andere Partei um die Probleme der Bauern und des ländlichen Raumes und vertreten deren Interessen in München, Berlin und Brüssel“.

Auf Anregung des Bayerischen Bauernverbandes hatten sich Alois Karl zu einem Fachgespräch zur künftigen Landwirtschaftspolitik mit den Kreisobleuten Peter Beer und Michael Gruber, sowie den Kreisbäuerinnen Brigitte Trummer und Sieglinde Hollweck getroffen. So unterschiedliche Themen wie der Einsatz von Glyphosat und Direktzahlungen an die Betriebe wurden in der Runde diskutiert.

Es sei ihm ein ehrliches Anliegen, sagte der Bundestagsabgeordnete, dass die Bürger wieder mehr den Wert der Bauern, den Wert landwirtschaftlicher Produkte und gesunder Lebensmittel schätzen. Die „Sparsamkeit“ der Deutschen beim Kauf von Lebensmitteln übe über die großen Handelsketten enormen Druck auf die Erzeuger aus.

Der Neumarkter Kreisobmann Michael Gruber forderte deshalb Wertschätzung von Politik und Gesellschaft für die Arbeit der Bauern ein. „Wir prägen seit Jahrhunderten die Kultur des ländlichen Raums, unserer Dörfer und unserer Heimat. Wir brauchen einen Schutz vor weitgehenden Eingriffen in das Eigentum der Landwirte. Wir müssen den bürokratischen Aufwand bremsen. Wir wollen eine sachliche Diskussion über landwirtschaftliche Fragen. Polemik, wie die „Bauernregeln“ von SPD-Umweltministerin Barbara Hendricks, sind keine gute Basis.“

Mit der Forderung nach Fortführung der Direktzahlungen an die Bauern, rannten die Landwirtschaftsvertreter bei Alois Karl offene Türen ein. Diese Mittel hätten vielen Betrieben in Krisenzeiten bis zu 50 Prozent ihrer Einnahmen gesichert und damit einer Verödung ganzer Landstriche entgegengewirkt. Die CSU hat sich hier bereits klar für die Fortführung positioniert. Damit erhält der bäuerliche Landwirt je Fläche mehr Direktzahlungen als die riesigen Betriebe in den Nord- oder Mitteldeutschland.

Alois Karl hat Vertrauen zu den Bauern. Fast alle – egal oder konventionell oder ökologisch ausgerichtet – würden nachhaltig wirtschaften. Schließlich möchte die meisten, dass ihre Kinder den Betrieb mit einen gesunden Boden fortführen können.

Das umstrittene Pflanzenschutzmittel Glyphosat ist für Michael Gruber unverzichtbar.. Aus Sicht der meisten Experten sei der gezielte Einsatz angemessen. Doch sollte man nach einer Abwägung von Fakten zu einer anderen Einschätzung kommen, so sei eine EU-weite Regelung vorzulegen. „An die wir uns halten werden.“, sagte Gruber. Amberg-Sulzbachs Kreisbäuerin Brigitte Trummer verwies auf die Einschätzung des Bundesinstituts für Risikobewertung. Der müsse man doch vertrauen können.

Die soziale Absicherung des Bauernstands griff Alois Karl auf. Er wies darauf hin, dass der Bund jährlich die agrarsoziale Sicherung mit rund vier Milliarden Euro an Zuschüssen unterstütze. Das entlaste die aktiven Landwirte massiv, da sonst viele angesichts des Strukturwandels und der damit abnehmenden Zahl an aktiven Bauern von sehr hohen Beiträgen überfordert würden. Er verwies auch auf die Reform der Erbschaftssteuer. Gerade durch den Einsatz der CSU sei es gelungen, für land- und forstwirtschaftliche Betriebe Regelungen zu finden, die im Todesfall nicht automatisch zur Zerschlagung eines Betriebes führten. Ebenso wichtig war die Zusicherung von Alois Karl, dass er und die CSU eine Wiedereinführung der Vermögenssteuer ablehnten. Eine solche Steuer würde die Substanz vieler Betriebe gefährden. Einigkeit herrschte darin, dass auch künftig die Privilegierung von landwirtschaftlichen Betrieben erhalten bleiben müsse.

Sieglinde Hollweck wies darauf hin, dass viele Bäuerinnen nach ihrer ersten Schwangerschaft nicht mehr in ihren erlernten Beruf zugekehrt waren, sondern sich dann ausschließlich um Kinder, Haus und Hof kümmern mussten. Alois Karl nahm dieses Argument gerne auf. Auf Betreiben der CSU sei die Mütterrente für Frauen, deren Kinder vor 1992 geboren wurden, in dieser Wahlperiode um einen Rentenpunkt je Kind verdoppelt worden. Das sind aktuell rund 360 Euro im Jahr zusätzlich je Kind. Die CSU habe sich für die nächste Wahlperiode zum Ziel gesetzt, mit einer weiteren Erhöhung um einen Rentenpunkt eine Gleichbehandlung von Müttern herbeizuführen, egal ob ihre Kinder vor 1992 geboren wurde oder erst später.