Alois Karl Bundestagsabgeordneter für Amberg-Sulzbach-Neumarkt


Ein Jahr in den USA

Der gerade 16 Jahre alte Neumarkter Gymnasiast Anton Heyes hat Mut. Er hatte sich um einen Platz im Parlamentarischen Austauschprogramm von Deutscher Bundestag und US-Kongress beworben und Bundestagsabgeordneter Alois Karl in einem Gespräch davon überzeugt, der Richtige zu sein.

Dem Wahlkreisabgeordneten, der bei diesen Bewerbungen das letzte Wort hat, gefiel die gute Allgemeinbildung des jungen Mannes, sein Engagement in der Evangelischen Kirchengemeinde und der DLRG, seine Weltoffenheit und Toleranz, sein Interesse an und seine Kenntnisse über die USA, sein gutes Englisch und nicht zuletzt sein wacher Blick für politische und wirtschaftliche Zusammenhänge.

Jährlich bewerben sich rund 4500 Schüler und junge Berufstätige um einen der 360 Plätze. Alois Karl, der überzeugt ist, dass so ein einjähriger Auslandsaufenthalt prägend für eine junge Persönlichkeit sein kann, hat sich, seit er im Bundestag sitzt, alle Jahre erfolgreich darum bemüht, jungen Menschen aus dem Wahlkreis Amberg, Neumarkt und Amberg-Sulzbach diese Chance zu eröffnen. „Dafür nehme ich auch manche Träne einer besorgten Mama in Kauf, wenn der Bub oder das Mädchen für zwölf Monate ade sagen“, scherzte er.

Anton Heyes reist Anfang August nach New York. Nach einem kurzen Einführungsseminar geht es weiter nach Dickinson in North Dakota. In der Kleinstadt mit 17000 Einwohnern, von denen die Hälfte deutschstämmig sind, ist er bei einer jungen Gastfamilie untergebracht und wird die dortige Highschool besuchen. Das Schuljahr am Ostendorfer Gymnasium wird er nachholen. Aber ist sich sicher: „Das ist kein verlorenes Jahr:“ Mit den amerikanischen Gastgebern steht er schon fleißig in Kontakt. Er freut sich auf seine drei neuen „Geschwister“, alle jünger als er. „Denn“, sagt Anton Heyes,“mit Kindern kann ich es.“

Seinen einjährigen Aufenthalt fern der Heimat geht der junge Mann erstaunlich locker an. Er möchte sich nicht mit Klischees belasten, sondern erwartungsoffen einfach mal schau´n, was auf ihn zukommt.

Er reist in spannenden politischen Zeiten ins ländliche Amerika und hat sich fest vorgenommen, mit seiner Meinung nicht unbedingt hausieren zu gehen. Schließlich will er ja in den Vereinigten Staaten als eine Art Botschafter seiner Heimat auftreten und nicht als Besserwisser.

Das Parlamentarische Patenschaftsprogramm übernimmt die Kosten für die An- und Abreise, für die Vor- und Nachbereitungsseminare, alle notwendigen Versicherungen und das Entgelt für die Unterbringung und Verpflegung bei den Gastfamilien.