Alois Karl Bundestagsabgeordneter für Amberg-Sulzbach-Neumarkt


"Ambergs Schmetterling" gehört bald der Vergangenheit an

Eine hübsche Idee, finde ich, die, wo es sich anbietet, durchaus Schule machen könnte. Mittig der neuen Brücke, die jetzt die B 299 über die B 85 führt, grüßt den Besucher Ambergs aus Richtung Sulzbach-Rosenberg das Wappen der Stadt, der Löwe über den weißblauen Rauten. Solche kleinen Dinge stärken das Heimatgefühl.

 

In der Nacht zum 23. Dezember musste, wie es Oberbürgermeister Michael Cerny formulierte, der Amberger Schmetterling sterben und kaum einer weint ihm eine Träne nach. Mit dieser ausgeklügelten, aber den Autofahrer fordernden Verkehrsführung um die Baustelle ist es offenbar gelungen, in der 18-monatigen Bauzeit befürchtete Staus weitgehend zu verhindern. Bei zahlreichen Dienstfahrten bin ich häufig in den „Genuss“ des „Schmetterlings“ gekommen. Die Umstände haben sich gelohnt.

Nun ist die umgestaltete Kreuzung der Bundesstraßen am nordwestlichen Eingangstor zur Vilsstadt wieder für den Verkehr frei gegeben. Die Baukosten von fünf Millionen Euro inklusive der aus Gründen des Hochwasserschutzes groß dimensionierten Unterführung des Fiederbachs sind, wie Bauoberrat Stefan Noll betonte, im gesteckten Rahmen geblieben. Das freut einen Haushaltspolitiker wie mich besonders.

Da das Ereignis der tatsächlichen Verkehrsfreigabe aus organisatorischen Gründen in eine derzeit sehr ungemütliche Nachtstunde gefallen wäre, hatte Leitender Baudirektor Henner Wasmuth bereits für den frühen Montag-Nachmittag zu einer kleinen Eröffnungszeremonie eingeladen.

In meinem Grußwort nutzte ich die Gelegenheit, auf den im Bundesverkehrswegeplan 2030 genehmigten vierstreifigen Ausbau der B 85 südlich von Amberg zwischen Ebermannsdorf und Pittersberg hinzuweisen, der schon bald in Angriff genommen werden kann. Das wird eine enorme Aufwertung dieser Entwicklungsachse bedeuten.

Am Geld soll es nicht liegen. Verkehrsminister Alexander Dobrindt wurde im Bundeshaushalt 2017 mit üppigen Mitteln ausgestattet. Und weil wir in Bayern und in unserer Region tüchtige Bauverwaltungen haben, die schon mit umsetzungsfähigen Planungen aufwarten konnten, kam Amberg-Sulzbach, Neumarkt und Amberg gleich mit zwei Straßenbauprojekten in die oberste Priorität. Ich werde auch dran bleiben, dass weitere dringende Vorhaben in meinem Wahlkreis möglichst rasch umgesetzt werden. Die Umgehung von Ursensollen steht da für mich ganz oben auf der Wunschliste, oder besser der To-do-Liste.