Alois Karl Bundestagsabgeordneter für Amberg-Sulzbach-Neumarkt


Berlin-Ticker MdB Alois Karl, Nr. 366 vom 15.09.2017

Alois Karl: Von der Ertüchtigung Afrikas kann auch die heimische Wirtschaft profitieren!

Dr. Gerd Müller hat als Bundesminister für Entwicklung und wirtschaft­liche Zusammenarbeit Afrika, den Wachstumsmarkt der Zukunft, ins Zentrum seiner Arbeit gerückt. Einmal, weil dort Deutschland so gut wie nicht präsent ist und zum anderen, weil nur Wohlstand und Sicherheit die rasant wachsende Bevölkerung dieses Kontinents von der Flucht nach Europa abhalten kann. Davon bin auch ich überzeugt.

Gerd Müller, Philipp Dehn und Alois Karl (v.r.) folgten beim Rundgang durch die Fertigung
den Erläuterungen einer Dehn-Mitarbeiterin.

Auf meine Einladung hin stattete er der Neumarkter Firma Dehn & Söhne einen Besuch ab. Die ist auf dem Feld von Überspannungs- und Blitz­schutz weltweit aktiv - unter anderem auch in Afrika. Südafrika war der Brückenkopf. Mittlerweile ist das 107 Jahre alte Familien-Unternehmen in vierter Generation mit 1.800 Mitarbeitern und einem Umsatz von
220 Mio. Euro auch in Tansania, Äthiopien und Uganda präsent. Bereits heute sichere so der Export viele Arbeitsplätze in der Region Neumarkt.

„Wir haben das schöne Firmenmotto `Dehn schützt´“, erklärte Geschäftsführer Dr. Philipp Dehn in der Runde von Politikern und Wirtschaftsvertretern. Afrika sei der Kontinent mit den meisten und stärksten Blitzen. Ein interessantes Geschäftsfeld also, aber auch ein schwieriges. Es gelte in Afrika häufig noch den Glauben an den Blitz als übernatürliche Kraft und Schicksals gegeben zu überwinden. Das gelinge auch mit sozialen Projekten wie mit von Dehn-Technik geschützten Schulen. „Wenn wir dort Geschäfte machen, dann wollen wir etwas vor Ort zurück geben“, sagt der Unternehmer. Zur Unterstützung hat sich Dehn den gebürtigen Südafrikaner Alexis Barwise ins Boot geholt, der mit den Befindlichkeiten der Menschen seines Heimatkontinents vertraut ist. Barwise kümmert sich zudem um die Ausbildung von Studenten in Afrika.

Gerd Müller und ich hörten das gerne. Fairer Handel ist da unser gemeinsames Leitmotiv. Der Minister erläuterte kurz, wie er sich ein vom Staat unterstütztes und gegen drohende Risiken abgesichertes Agieren mittelständischer deutscher Unternehmen in Ländern des Schwarzen Kontinents vorstellt. Diese Staaten müssten allerdings Mindeststandards erfüllen, wie die Einhaltung der Menschenrechte und zufrieden stellende Produktionsbedingungen. Dr. Alfred Brunnbauer von der IHK Regensburg knüpfte an diese Wort an. Er erhofft sich Hilfestellung aus dem Ministerium für rund 20 Firmen aus dem Kammerbereich, die Interesse daran zeigen, in Afrika südlich der Sahara aktiv zu werden. Gerd Müller sagte zu, sich darum zu kümmern.

Gast in der Runde war auch Mühlhausens Bürgermeister Dr. Martin Hundsdorfer, „einer der Nutznießer des positiven Wachstums von Dehn & Söhne“, wie ich anmerkte. In Hundsdorfers Gemeinde hat das Unternehmen in zweistelliger Millionenhöhe investiert. „Du hättest uns“, machte mir Seniorchef Thomas Dehn als früherem Neumarkter Oberbürgermeister ein Kompliment, „hier in Neumarkt gehalten“. Tatsächlich sehe ich diese Entwicklung mit einem weinenden und einem lachenden Auge, da Dehn immerhin im Landkreis Neumarkt geblieben ist, was auch den ebenfalls anwesenden Landrat Willibald Gailler freuen dürfte.

Voraus gegangen war ein Rundgang durch die Fertigungshallen von Dehn & Söhne, geführt vom Geschäftsführer Operations, Christian Köstler. Gerd Müller ließ sich die betrieblichen Regelungen des Schichtbetriebs erläutern, begrüßte den hohen Anteil an Frauenarbeitsplätzen und das Angebot der Firma Kita-Plätzefür alle vorzuhalten, die sie in Anspruch nehmen wollen. „Das größte Potential an Fachkräften, das wir noch heben können“, betonte Müller, „sind die Frauen.“ Dazu bedürfe es aber Ansätze, die die besonderen Kenntnisse von Müttern würdigten.

Mit besten freundlichen Grüßen und allen guten Wünschen verbleibe ich
Ihr

 

 



Alois K a r l
Bundestagsabgeordneter

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