Alois Karl Bundestagsabgeordneter für Amberg-Sulzbach-Neumarkt


Berlin-Ticker MdB Alois Karl, Nr. 365 vom 08.09.2017

Alois Karl: Den Bundespräsidenten bei seiner Antrittsreise in das Baltikum begleitet!

Es war für mich eine ganz besondere Ehre, dass ich als einziger Abgeordneter des Deutschen Bundestages eingeladen war, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und dessen Ehefrau Elke Büdenbender bei ihrem Antrittsbesuch in Estland, Lettland und Litauen zu begleiten. Da musste der Wahlkampf zuhause für einige Tage Ende August hintan stehen.

 

Alois Karl vor seiner Abreise nach Estland.
Er begleitet den Bundespräsidenten bei dessen viertätigen Antrittsbesuch im Baltikum.

Steinmeier hatte natürlich gute Gründe, denn als Berichterstatter im Haushaltsausschuss war ich für den Etat von Frank-Walter Steinmeier zuständig, als der noch das Amt des Außenministers bekleidete. Seither verbindet uns trotz unterschiedlicher Couleur ein vertrautes Verhältnis. Und dann bin ich auch noch Vorsitzender der Deutsch-Baltischen Parlamentariergruppe und pflege intensive Kontakte zu den drei Ländern an der Ostgrenze von EU und Nato.

Die viertägige Reise führte die Deutsche Abordnung mit einem Tross an Journalisten im Schlepptau in die drei Hauptstädte Tallinn (Estland), Riga (Litauen) und Vilnius (Lettland). Die Spitze der Delegation mit dem Bundespräsidenten, der First Lady, mir und dem jeweiligen deutschen Botschafter wurde mit militärischen Ehren begrüßt und anschließend von den Präsidenten-Kollegen Frank-Walter Steinmeiers empfangen. Die Gespräche mit Estlands Präsidentin Kersti Kaljulaid, Ministerpräsident Jüri Ratas, Lettlands Präsident Raimonds Vejonis und Ministerpräsident Maris Kucinskis und Litauens Präsidentin Dalia Grybauskaite und Ministerpräsident Saulius Skvernelis drehten sich nicht nur, aber oft um die latent empfundene Bedrohung durch Russland. Die junge Unabhängigkeit und die von Besetzungen durch fremde Mächte geprägte mitunter tragische Geschichte der baltischen Staaten macht diese Empfindsamkeit verständlich.

Einen vertiefenden Einblick in die Gefühlslage von Unterdrückung und Freiheitswillen erhielten wir bei einem Besuch im Okkupationsmuseum in Riga. Kaum bekannt im Westen ist der so genannte Baltische Weg, eine 600 Kilometer lange Kette von 1,5 Millionen Menschen vonTallinn über Riga bis Vilnius. Sie hielten sich an den Händen und sangen für die Unabhängigkeit von der übermächtigen Sowjetunion. Das war 1989 und reihte sich ein in so dramatische Ereignisse wie die Grenzöffnung zwischen Ungarn und Österreich und den Fall der Berliner Mauer. Neben Russland spielte auch Nazi-Deutschland eine verbrecherische Rolle in der wechselhaften Geschichte des Baltikums. Die Eindrücke in der Holocaust-Gedenkstätte im Wald von Paneriai in Litauen haben sich mir wohl für immer eingeprägt. Dort waren 70.000 der 200.000 Juden erschossen worden, die einst in Vilnius gelebt hatten. Nur ein Zehntel der jüdischen Bevölkerung Litauens überlebte den Naziterror.

Es standen aber auch Begegnungen mit dem modernen Baltikum auf dem Programm. In Tallinn unterstrich eine Diskussion mit Start-up-Unternehmern die führende Rolle, die Estland in der IT-Technologie einnimmt. In einem „ziemlich verhauten“ Jugendzentrum in Riga stießen Frank-Walter Steinmeier und ich zu einer Gesprächsrunde mit den „Young media Sharks“zum Thema Soziale Medien. Die jungen Leute waren begeistert, dass solch ein hochrangiger Besucher einfach bei ihnen rein schneite.

Bei dem eng getakteten Programm blieb wenig Spielraum für Privates. Aber abends für einen Absacker an der Hotelbar hat es für den Bundespräsidenten und mich schon noch gereicht. Die Flüge von und nach Deutschland und von Hauptstadt zu Hauptstadt absolvierten wir in der Präsidenten-Maschine der Luftwaffe.

Mit besten freundlichen Grüßen und allen guten Wünschen verbleibe ich
Ihr

 

 



Alois K a r l
Bundestagsabgeordneter

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