Alois Karl Bundestagsabgeordneter für Amberg-Sulzbach-Neumarkt


Berlin-Ticker MdB Alois Karl, Nr. 351 vom 26.05.2017

Alois Karl: Deutschland setzt auf international koordinierte Flüchtlingshilfen!

Als Berichterstatter für den Haushalt des Außenministeriums besuchte ich Flüchtlingslager in Jordanien und im Libanon und war tief beeindruckt von der Leistung, die diese beiden kleinen Länder zu bewältigen haben. Folglich setzte ich mich im Haushaltsausschuss für eine deutliche Aufstockung der Mittel für die humanitäre Hilfe ein.

Ich stehe mit Überzeugung hinter dem von Entwicklungsminister Gerd Müller eingeschlagenen Weg, mittels Bildung, Ausbildung, Förderung des Gesundheitswesens und beim Aufbau einer lokalen Wirtschaft Voraussetzungen vor Ort zu schaffen, die neue Flüchtlingsströme verhindern können.

Dieser Ansatz kann freilich in Syrien erst greifen, wenn der sinnlose grausame Krieg beendet ist.Das Gemetzel in Syrien aber kann nur die Politik beenden. Bis dahin gilt es humanitäre Hilfe zu leisten. Deutschland tritt hierbei in den Flüchtlingslagern im Vorderen Orient meist nicht selbst als Akteur auf. Es versucht statt dessen über internationale Organisationen wie das UN-Flüchtlingswerk UNHCR zu helfen. Ich bin mir sicher: Das ist entschieden sinnvoller und effektiver, als wenn einzelne Länder dort nebeneinander alleine vor sich hin wursteln.

Ein weiterer wichtiger Partner ist hier das Internationale Rote Kreuz (IKRK). Das Auswärtige Amt schilderte mir mittels konkreten Fällen von Kriegsopfern, wie die Mediziner des IKRK in ihrer Klinik im Libanon menschliche Schicksale zum Guten wenden können. Das sind zwar „nur“ Einzelfälle, aber sie zeigen deutlich, wo die um etliche hundert Millionen Euro aufgestockte humanitäre Hilfe aus Deutschland greift.

Es ist ein kleines Wunder,dass Maria, deren Schicksal ich hier beispielshaft aufzeigen will, ihren rechten Arm und vor allem die Finger überhaupt wieder bewegen kann. Dieses Wunder haben die hochspezialisierten Ärzte im Traumatology Training Center in der libanesischen Stadt Tripoli vollbracht.

Die Klinik wird vom Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) betrieben.Die Hilfsorganisation wird aus Mitteln der Humanitären Hilfe des Auswärtigen Amtes mitfinanziert. Im Rahmen der breiten humanitären Unterstützung, die die Deutschland in der Region leistet, sind seit 2012 über den Haushaltsausschuss mehr als 150 Millionen Euro allein für humanitäre Hilfe im Libanon bereitgestellt worden. Behandelt werden in Tripoli ausschließlich komplizierte Kriegsverletzungen – so wie die von Maria.

Das kleine Mädchen war auf dem Flachdach des Wohnhauses in Aleppo, als dieses von einem Luftangriff getroffen wurde. Ein Schrapnell traf Marias rechten Arm. „Er war fast ganz abgerissen“, sagt ihre Mutter Samira Hussein Mohammed. Sie rannte mit ihr zum Krankenhaus. Zwei Mal wurde Maria in Syrien operiert, dennoch hing der Arm leblos und gekrümmt an ihrem Körper. Jetzt ist sie dank der Ärzter der Klinik in Tripoli wieder auf einen guten Weg der Besserung, wie das Foto 18 Monate nach der Verwundung des Mädchens zeigt.

Mit freundlichen Grüßen aus Berlin und allen guten Wünschen verbleibe ich
Ihr

 

 



Alois K a r l
Bundestagsabgeordneter

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