Alois Karl Bundestagsabgeordneter für Amberg-Sulzbach-Neumarkt


Berlin-Ticker MdB Alois Karl, Nr. 343 vom 31.03.2017

Alois Karl: Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer im Dialog mit Unternehmer aus dem Wahlkreis

Bei der Führung durch die Werkhallen erläuterte Georg Huber(2.v.r.) mir, Maria Böhmer (2.v.l.) und Gerlinde Delacroix (r.) die ganze Bandbreite der Produktion.

 

In Erasbach forscht, entwickelt und produziert die Firma Huber SE Systeme zur Wasseraufbereitung. Huber-Berching ist ein führendes Unternehmen auf dem Weltmarkt mit Produkten für eine Zeit, in der immer mehr Menschen mit immer weniger sauberen Wasser auskommen müssen. Deshalb freute es mich sehr, dass Prof. Dr. Maria Böhmer, Staatsministerin im Auswärtigen Amt meiner Einladung nach Berching folgte, denn humanitäre Hilfe ist ihr Fachgebiet. In den letzten Jahren habe ich als Berichterstatter für das Außenministerium eng mit ihr zusammen gearbeitet. Darüber hat sich ein wirklich freundschaftliches Verhältnis entwickelt. Wir sind beide der festen Überzeugung, dass die Fluchtursachen in den Entwicklungsländern radikal bekämpft werden müssen. Hierzu gehört auch die Bereitstellung von ausreichnd sauberen und gesunden Trinkwasser als Lebensgrundlage.

Als Haushaltsausschuss haben wir 1,2 Milliarden Euro für die humanitäre Hilfe bereitgestellt. Damit kann den Menschen in Afrika geholfen werden: Bei der Bildung, der Infrastruktur und einem funktionierenden Gesundheitssystem. Das setzt den Zugang zu sauberen Wasser und die Behandlung der Abwässer voraus.Hierfür liefert Huber-Berching die technsichen Lösungen.

Der Zugang zu sauberem Wasser gilt als eine der größten Herausforderungen der Gegenwart. Huber-Berching ist deshalb ein ausgezeichnetes Beispiel aus unserer Region, wie von nachhaltiger Politik sowohl die Menschen in Konflikt- und Krisengebieten profitieren können wie auch unsere heimische Wirtschaft. Firmenchef ist in fünfter Generation, Georg Huber. Er erläuterte uns, dass das Unternehmen glücklicherweise die Turbulenzen der letzten Jahre gut überstanden hat. Das Kerngeschäft der Huber SE ist die Behandlung von Abwasser. Durch den Einstieg bei Mena-Water, ist Huber-Berching nun noch breiter aufgestellt. Mena produziert unter anderem „Plug and Play“-Trinkwasseraufbereitungsanlagen, Container die nur aufgestellt und „angestöpselt“ werden müssen. Von Maria Böhmer auf seine Erfahrung mit dem Ausbildungsstand in anderen Ländern angesprochen, erläuterte Georg Huber, dass es oft schwierig sei, Beschäftigte zu finden, die mit den Apparaturen zurecht kommen. Das Personal müsse häufig erst ausgebildet werden. Huber-Berching leiste da beinahe zwangsläufig wertvolle Entwicklungsarbeit und verstärkte so die vergleichbaren Programme des Bundes, freute sich Maria Böhmer.

Bei Huber Berching war auch ein Asylbewerber aus Afghanistan beschäftigt, der nun aber in sein Heimatland rückgeführt wurde. Im Gespräch im Berchinger Rathaus mit Vize-Bürgermeisterin Gerlinde Delacroix war das ein Thema. Für Maria Böhmer und mich gewiss keine einfache Frage. Wir schieben niemanden dorthin ab, wo sein Leben bedroht ist. Maria Böhmer sagte konkret zu Afghanistan: „Das ist ein großes Land und es gibt weite Landstriche, wo die Menschen ungefährdet leben können“. Zudem bekommen vor allem junge Asylsuchende, wenn sie eine Ausbildung machen, während dessen eine Duldung, unabhängig von ihrem Asylverfahren. Im Übrigen ist sie überzeugt, dass ein großer Teil der Menschen, die bei uns Zuflucht gefunden haben, wieder in ihre Heimat zurückkehren müssen, sobald das möglich ist. Mit dem, was sie bei uns lernen, können sie helfen, ihr Land wieder aufzubauen. Eines hoffentlich nicht fernen Tages würden handwerkliche Fähigkeiten etwa in Aleppo oder Palmyra gebraucht. Ich habe betont, dass die jungen Leute durch das akribische Asylverfahren zugleich Rechtsstaatlichkeit kennen lernen. Rechtsstaatlichkeit bedeutet aber auch, dass derjenige, dessen Asylverfahren rechtskräftig und abschließend abgelehnt ist, unser Land auch wieder verlassen muss.

Mit freundlichen Grüßen aus Berlin und allen guten Wünschen verbleibe ich
Ihr

 

 



Alois K a r l
Bundestagsabgeordneter

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