Alois Karl Bundestagsabgeordneter für Amberg-Sulzbach-Neumarkt


Berlin-Ticker MdB Alois Karl, Nr. 342 vom 10.03.2017

Alois Karl: Estnischen Botschafter im Dialog mit Unternehmen aus dem Wahlkreis

Auf meine Einladung hin besuchte der Estnische Botschafter in Deutschland, Dr. Mart Laanemäe unseren Wahl­kreis. Auftakt war ein Besuch des Diplomaten bei der Firma Bionorica SE mit Führung durch die Produktion. Daran schloss sich ein unterhaltsamer Vortrag von Norbert Wittmann im von ihm eingerichteten Metzgerei-Museum in Neumarkt und ein Gespräch zu dem Potential von deutsch-estnischen Wirtschaftsprojekten an. Begleitet wurde Laanemäe von Tiina Kivikas, die für Estland die wirtschaftlichen Möglichkeiten im süddeutschen Raum auslotet.

Bei Bionorica wurden wir von Dr. Harel Seidenwerg in die Grundzüge des Unternehmens eingeführt. Inhaber Professor Dr. Michael Popp war in Moskau, ist von dort nach Istanbul gereist und befand sich gerade auf dem Weg in den Iran. Das machte deutlich, was aus dem Hersteller pflanzlicher Arzneimittel in den letzten Jahren geworden ist: Ein Unternehmen, das fast weltweit agiert. Dr. Seidenwerg gab einen kurzen Abriss der Firmengeschichte, vom Großvater des heutigen Chefs, der in Nürnberg das Medikament Sinupret sozusagen erfunden hat, über den Vater und schließlich den Umzug von Nürnberg nach Neumarkt. Im Zusammenwirken mit OB Kurt Romstöck war ich maßgeblich daran beteiligt, das erweiterungswillige Unternehmen für eine Verlagerung des Betreibs nach Neumarkt zu begeistern. Wir konnten den Eindruck vermitteln, die Stadt kümmert sich um Bionorica, imGegensatz zum damaligen Nürnberger SPD-Oberbürgermeister. Dr. Seidenwerg hat die Entwicklung die letzten 14 Jahre an führender Position miterlebt, die ständigen Erweiterungen des Standorts Neumarkt, die Zusammenarbeit mit inzwischen rund 500 Forschungseinrichtungen weltweit, die Umsatz­steigerungen und der Anstieg der Beschäftigungszahlen auf inzwischen deutlich mehr als 1.500 Mitarbeiter. Eine Kurzführung durch die Produktion übernahm deren Leiter Michael Schleifenhelmer. Dafür mussten wir in Einmal-Mäntel schlüpfen, die Haare unter Hauben verbergen und Plastik über die Schuhe ziehen, denn in den Edelstahlkatakomben herrscht peinliche Sauberkeit. „Ich würde mich trauen, dort zu operieren“, gab uns der gelernte Chirurg Dr. Seidenwerg mit auf den Weg.

Sauberkeit ist auch eines der wichtigsten Gebote im Metzger­handwerk. Das Prunkstück des von Norbert Wittmann eingerichteten Metzgerei-Museums ist eine Chrom und Stahl blitzende Maschine aus den 1950er Jahren, die Schinken in papierdünne Scheiben schneiden kann. Das älteste Stück ist eine eichene Baumscheibe, auf der vor 300 Jahren zum ersten Mal Fleisch mit 30 Kilo schweren Wiegemessern zerkleinert wurde. Nach dem Rundgang lud Wittmann in seine Gast­stätte ein. Dort gab es, wie es sich für den Leiter der Weißwurst­akademie und den Vater der ersten Bayerischen Weißwurstkönigin gehört, Weißwürste mit selbst kreiertem süßem Senf. Zu der Runde stießen dort auch noch Landrat Willibald Gailler, sein Vertreter Josef Bauer, Dr. Robert Lehner, Bionorica Marketing-Direktor, und Silke Auer von der IHK. Mart Laandmäe wies beim Gespräch unter anderen auf Gemeinsamkeiten hin, die Estland und unsere Heimat prägen. Hier wie dort seien es die mittelständischen Betriebe, die den Menschen Arbeit gäben und die Landwirtschaft sei noch von großer Bedeutung.

Das Verhältnis Estlands zum bedrohlich großen Nachbarn Russland war ein weiteres Gesprächsthema. Ich konnte berichten, dass die Empfindsamkeit im Baltikum sehr groß ist. Laanemäe war gerade von der Münchener Sicherheitskonferenz gekommen und berichtete von Gesprächen, welche Rolle die NATO übernehmen kann.  

Mit freundlichen Grüßen aus Berlin und allen guten Wünschen verbleibe ich
Ihr

 

 



Alois K a r l
Bundestagsabgeordneter

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