Alois Karl Bundestagsabgeordneter für Amberg-Sulzbach-Neumarkt


Berlin-Ticker MdB Alois Karl, Nr. 284 vom 15.02.2016

Hilfe vor Ort zur eigenen Entwicklung ist das Gebot der Stunde

Lange bevor es in der Regierungskoalition und unter den Vernünftigen der Opposition Gemeingut geworden ist, habe ich gefordert, die Situation der Menschen in ihren Heimatländern zu verbessern, um sie erst gar nicht zu Flüchtlingen werden zu lassen.

Diesem Ziel müssen auch die Projekte der Deutschen Entwicklungshilfe dienen. Aber sie müssen auch funktionieren. Um einige davon zu überprüfen, war ich in der ersten Februarwoche als Berichterstatter des Haushaltsausschusses für das Außenministerium auf einer viertägigen so genannten Ausstattungsreise in Tansania. Das Programm war eng, der Terminplan ebenfalls. Zeit zum Durchschnaufen blieb wenig.

Wir versuche mit zahlreichen Projekten in Tansania Hilfe zur Selbsthilfe zu geben. Ein Ansatz ist eine medizinische Ausbildungsakademie, die ich besichtigt habe.

Zu meiner Überraschung wurde ich noch in der Maschine von Kilimancharo-Airport nach Daressalam von von der Chefärztin Dr. Schraml aus Rummelsberg angesprochen, die in ihrem Urlaub seit Jahren in Tansania kostenlose Operationen ausführt. Sie beklagte sich über schikanöse Behandlung durch Tansanische Behörden und ich habe ihr gleich zugesagt, mich darum zu kümmern. Der darauf folgende Besuch beim Deutschen Botschafter Egon Kochanke war eine gute Gelegenheit, die Sache sofort zur Sprache zu bringen.

Bei einem Abstecher in die künstliche Hauptstadt Dodoma mitten im Land bestand Gelegenheit in Gesprächen mit dem Außenminister, dem Verteidigungsminister und dem Parlamentspräsidenten, mehr über das politische System dort zu erfahren. Es wurde auch die Verantwortung angesprochen, die Tansania übernommen hat, in die Konflikte in der Nachbarschaft friedensstiftend einzugreifen.

Immer wieder wurden die besonderen Beziehungen Tansanias zu Deutschland angesprochen. Deutschland war Kolonialmacht, dies hat Spuren hinterlassen.

Auf der vorgelagerten Insel Sansibar wurden wir mit den Einrichtungen eines Hospitals vertraut gemacht, dessen neuester Trakt mit deutschen Geldern gebaut wurde. Es wird vom Militär betrieben und macht einen ordentlichen Eindruck. Deutschland sorgte auch für Solar- und Windkraftanlagen, die Strom für das Krankenhaus liefern.

Einen wichtigen Beitrag zur medizinischen Versorgung des Landes leistet die Deutsch-Tansanische Medizinische Ausbildungsakademie, die mit unseren Entwicklungshilfegeldern größtenteils finanziert wurde, an der 400 junge Leute studieren. Durch das Zentrum führte uns Oberstleutnant Neubach und betonte, dass die Ausbildungsplätze hoch begehrt seien. Hochschulen schickten ihre Leute zur Fortbildung hier her, weil die die beste sei, die man in Afrika bekommen könne.

Auf einem Militärgelände in Daressalam wird derzeit das dritte deutsche „Mobile Krankenhaus“ zusammen gestellt, das im Sudan eingesetzt werden soll, in dessen Süden eine schlimme Hungersnot droht. Deutsche Soldaten lernen tansanische Kameraden an. Das Ganze macht einen recht professionellen Eindruck.

Höhepunkt des Besuches war die Übergabe eines Ausbildungszentrums für Kfz-Berufe. Auch hier ist der Träger das tansanische Militär. Mit deutscher Hilfe werden hier künftig zivile und militärische Karosseriebauer, Lackierer. Kfz-Mechaniker und Kfz-Elektriker nach dem dualen Vorbild geschult. Mit diesen und weiteren Projekten leisten wir wirksame Hilfe zur Selbsthilfe. Davon konnte ich mich voir Ort überzeugen.

Mit freundlichen Grüßen aus Berlin und allen guten Wünschen verbleibe ich
Ihr

 

 



Alois K a r l
Bundestagsabgeordneter

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